Skater sind auf Raumsuche

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Acherner Jugendliche tragen beim zweiten Jugendforum im Bürgersaal ihre Anliegen vor

Nach dem zweiten Jugendhearing konnten Stadtverwaltung und Gemeinderat einen detaillierten Wunschzettel nach Hause nehmen. Obenan steht die Ausstattung des Jugendtreffs, der Neubau von Rampen auf dem Skaterplatz und der Raumbedarf der Tanzgruppen.

 

Dass die Zahl der Teilnehmer am Freitag im Bürgersaal gegenüber dem Vorjahr von 120 auf 40 sank, ist dem Heraufsetzen der Altersgrenze von 12 auf 14 Jahre geschuldet. Die von Oberbürgermeister Klaus Muttach im Bürgersaal begrüßten Jugendlichen kamen zumeist aus der Kernstadt Rund die Hälfte wurde von Sabrina Lusch im Jugendtreff auf das Hearing aufmerksam gemacht, die andere Hälfte konnte Hubert Schuhmacher bei seinem Besuch der Acherner Schulen aktivieren.
Drei Stunden beraten
Moderator Udo Wenzel verstand es hervorragend, die Anliegen und Wünsche der Teilnehmer zu erkunden. Darüber hinaus stand den Jugendlichen das Sozialarbeiterteam der Stadt als Ansprechpartner zur Seite. Drei Stunden wurde beraten, diskutiert und formuliert. Am Ende stand die Begegnung mit dem OB und den Vertretern der Gemeinderatsfraktionen auf dem Programm. Der Jugendliche Victor sprach im Auftrag der Tanzgruppen. Er berichtete, dass die Hip-Hop- und Breaktänzer enormen Zulauf haben. Der bisherige Übungsplatz in der Illenau sei viel zu eng geworden. Die Gruppe, zu der insgesamt 30 Tänzer gehören, bittet die Stadt, einen größeren Raum zur Verfügung zu stellen, um »weiter intensiv trainieren zu können«. Außerdem fehle das Geld, um einen Tanztrainer zu verpflichten.
Simon und vier weitere Skater suchen ebenfalls einen geschlossenen Raum, um auch im Winter und bei schlechter Witterung ihre Lieblingssport auszuüben. Als möglicher Platz wurde die Heckel-Fabrik genannt. Außerdem werden neue Rampen für den Skaterplatz gewünscht und ihr Bau auf eine Summe zwischen 2500 bis 3000 Euro geschätzt. Mutaz und Ali sprachen für die Jugendtreff-Besucher. Ihre Gruppe hatte die umfangreichste Liste vorbereitet.

Dazu gehört: DJ-Pult, Musik- und Lichtanlage, eine Küche mit Zubehör, Sofas, Tische, mehr PCs, neue Spielkonsolen und eine Leinwand, um Filme zeigen zu können. Darüber hinaus müsse der Billardtisch neu bezogen und die Queues repariert werden.
Kochtag gewünscht
An Aktionen werden mit Preisen bedachte Kicker- und Billardturniere gewünscht. An der Jugendtreffbar sollten alkoholfreie Getränke und Snacks erhältlich sein. Ein wöchentlicher Kochtag könnte für Abwechselung sorgen.
Schließlich sollte monatlich eine Party mit Übernachtungsmöglichkeit möglich sein. Gerne will die Gruppe beim Streichen der Räume helfen und durch Verkaufsaktionen, von Speisen und Getränken, zum Beispiel beim Stadtfest, eigene Geldmittel aufbringen. Schließlich hofft Lenas sechsköpfige Mannschaft, eine 25 Quadratmeter große Holzhütte auf städtischem Gelände als möblierten Treffpunkt errichten zu können. Die Jugendlichen zeigten sich hoch motiviert, mögliche Helfer und Sponsoren zu suchen.
Oberbürgermeister Klaus Muttach sagte allen Gruppen zu, ihre Wunsche und Vorschläge eingehend zu prüfen. Die Gruppen wurden eingeladen, sich am kommenden Freitag um 17 Uhr im Jugendtreff erneut zu einer Beratung zu treffen. 

 Die Jugendlichen äußerten beim von Udo Wenzel (rechts) moderierten Jugendhearing Anregungen an OB Klaus Muttach und den Gemeinderat.

Jetzt klicken und 10 Tage kostenlos Zeitung lesen

 

www.pricecrash24.com

Werbung

Veröffentlicht in Achern

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post