Pfarrgemeinde will Trauernde nicht alleine lassen
Oberkircher Katholiken bieten Menschen, die einen Verlust verkraften müssen, Hilfe an / Verdrängen ist keine Lösung
Die Katholische Pfarrgemeinde Oberkirch möchte Menschen in schwierigen Lebenssituationen Hilfe und Unterstützung anbieten. Ihre Angebote richten sich auch an diejenigen, die den Verlust eines anderen Menschen betrauern mussten
Der Monat November hat verschiedene Gedenktage, die daran erinnern, dass das Leben endlich ist. Immer wieder werden Menschen, auch in jungen Jahren, mit dem Tod konfrontiert. Einen Menschen an den Tod zu verlieren, gehört zu den schwersten Aufgaben, die man zu bewältigen hat, heißt es in einer Pressemitteilung der Katholischen Pfarrgemeinde Oberkirch.
Menschen, die einen lieben Angehörigen verloren haben, werden von einem Tag zum anderen mit Trauer konfrontiert. Dabei ist die Trauer eine starke Energie mit der Kraft zu heilen, oder zu zerstören. Selbst wenn man die Trauer mit aller Kraft verhindern wollte, findet sie immer einen Ausdruck. Der hohe Preis, den man für ungelebte oder verdrängte Trauer zahlt, können Krankheiten und Depressionen sein.
Daher versucht die Katholische Pfarrgemeinde St. Cyriak, mit verschiedenen Angeboten zur Trauerbegleitung Menschen beizustehen, die einen Verlust verkraften müssen. Neben den Trost spendenden Ritualen der Kirche, wie Rosenkranz, Totengebet, Beerdigung und Seelenamt, sorgt Bärbel Spinner, eine von der Erzdiözese ausgebildete Trauerbegleiterin, seit Jahren für verschiedene Hilfsangebote der Pfarrgemeinde.
Damit niemand in seiner Trauer alleine bleiben muss, gibt es einmal im Monat einen Trauertreff für alle Konfessionen. In diesem Gesprächs- und Erfahrungskreis können trauernde Angehörige durch Mitteilen oder auch nur durch Zuhören einen guten Umgang mit der Trauer wagen
Für viele Menschen ist es schwer, in einer Gruppe über ihre Trauer zu reden. Auch ist jeder Trauerprozess verschieden. Daher gibt es auch die Möglichkeit der Einzelbegleitung nach Absprache.
Seit einigen Jahren gibt es auf dem Oberkircher Friedhof einen Gedenkstein für Kinder, die ihren Eltern durch Fehlgeburten oder Totgeburten genommen wurden. Die Katholische Pfarrgemeinde bietet betroffenen Eltern schon auf der Entbindungsstation und in den nachfolgenden Wochen Betreuung an.
Zuletzt sei noch hingewiesen auf den Gottesdienst am Abend des Allerseelentages, an dem für jede/n Verstorbene/n des vergangenen Jahres eine Kerze entzündet wird. Ebenfalls eine größere Kerze brennt in diesem Gottesdienst für alle Kinder, die in diesem Jahr bei Fehl- oder Totgeburten verstorben sind.
Informationen zu allen Angeboten gibt es im Katholischen Pfarramt Oberkirch
(•
0 78 02 / 93 74 0, E-Mail: info@se-o.de ) oder direkt bei Bärbel Spinner (•
0 78 02 / 49 16, E-Mail: baerbel-spinner@web.de ).
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