Pfarrer Theobald Seiler verstorben

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Bis zuletzt Spuren in Großweier hinterlassen

 

http://www.baden-online.de/news/images/news_lokales/artikel_arz/20648_1.jpgIn der Nacht von Samstag auf Sonntag verstarb Pfarrer i.R. Theobald Seiler. 23 Jahre lang war er verantwortlicher Seelsorger in der Pfarrei »Sankt Martin« Großweier. Aber auch danach, bis in die jüngere Zeit, wirkte Pfarrer Seiler seelsorgerisch, half in vielfältiger Art und Weise aus Er konnte erst vor wenigen Tagen, am 18. September, seinen 82. Geburtstag feiern.
Am 18. September 1928 in Karlsruhe geboren, besuchte Seiler dort die Volks- und Mittelschule und wurde bereits als 17-Jähriger zu einem Wehrmachtsverband eingezogen. 1945 kam er in die Gefangenschaft. Noch im selben Jahr wieder entlassen, begann Seiler eine Lehre als Drogist. Doch er entscheid sich, das Priesteramt anzustreben. 1952 machte er das Abitur nach und im selben Jahr kam er ins Theologische Collegium Borromäum in Freiburg, wo er sein Studium in Philosophie und Theologie begann.
Anschließend studierte er an der Uni in Münster und danach im Priesterseminar Sankt Peter, wo er am 2. Juni 1957 von Erzbischof Eugen Seiterich zum Priester geweiht wurde. Seine ersten Stationen waren die Pfarreien Mühlhausen, Plankstadt, Mingolsheim, Bruchsal und Ettingenweiler. Im Jahr 1964 endete sein Amt als Kaplan, er wurde zum Pfarrer geweiht.
Mit Wirkung vom 1. Januar 1968 kam Theobald Seiler nach Großweier, übernahm als Pfarrherr die hiesige Pfarrei »St. Martin«, der er bis Ende 1990 vorstand. Aus gesundheitlichen Gründen musste er sich zu diesem Zeitpunkt offiziell pensionieren lassen, wirkte danach aber noch immer als »Subsidiar« in der Seelsorge aktiv mit

Nach mehreren überstandenen Krankheiten mit Operationen musste sich Pfarrer Seiler zuletzt zurückziehen, blieb aber nach wie vor in Großweier im Pfarrhaus wohnen.
Theobald Seiler ist der 50. für Großweier nachweisbare Pfarrer, mit seinen offiziell 23 Jahren Dienstzeit zudem mit der drittlängsten Amtsdauer. Zählt man die Zeit nach Seilers offiziellen Pensionierung dazu, in der er weiter seelsorgerisch mitwirkte, sind es über vier volle Jahrzehnte gewesen.
Mehrere Großprojekte
In seiner langen Amtszeit bewirkte Pfarrer Seiler gleich mehrere Großprojekte. Beginnend mit der Umgestaltung des gesamten Chorraumes der 1901/1902 erbauten Großweierer Kirche folgten neben rein kirchlichen Um- und Anbauten auch die Errichtung des Pfarrheims »St. Georg« in den Jahren 1978/79. 1987/88 erbaute man den neuen Kindergarten, der in kirchlicher Regie betrieben wird. Im Sommer 1984 war zuvor eine komplette Außenrenovierung der Pfarrkirche erfolgt, die Kosten in Höhe von 580 000 Mark verursacht hatte.
Aber auch in rein »weltlichen« Bereichen war Pfarrer Seiler präsent. So gehörte er zu den Gründern und Organisatoren des Altenwerkes, das er bis zu seiner ernsthaften Erkrankung aktiv förderte, unter anderem die Fahrten organisierte. Pfarrer Theobald Seiler hat sich in Großweier enorm große Verdienste erworben und wird der Gemeinde sehr fehlen.

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Pfarrer Theobald Seiler starb im Alter von 82 Jahren

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