»Kind muss erst laufen lernen«
Heute und morgen tagen die beiden Arbeitskreise des Stadtmarketingvereins Oberkirch / Neues Logo
Die Hausaufgaben sind gemacht, jetzt kommen die Prüfungen: Der neue Oberkircher Stadtmarketingverein will Schritt für Schritt an die Umsetzung seiner Ziele gehen. Die Vorstandsmitglieder bitten in der Anfangsphase um Nachsicht und Geduld: »Das Kind muss erst laufen lernen.«
Mit den ersten Sitzungen der beiden Arbeitskreise beginnt für den Stadtmarketingverein Oberkirch heute und morgen ein entscheidendes Kapitel in der noch jungen Geschichte des Vereins Denn die beiden Gremien »Marketing/Event« und Gestaltung/Angebot« sind die Ideenschmieden und Kreativwerkstätten des Vereins. Hier sollen Vorschläge und Konzepte erarbeitet werden, die die Stadt Oberkirch bei ihrer Weiterentwicklung unterstützen.
Mit einem neuen Logo (siehe Stichwort) wird künftig das Vereinsziel auch optisch herausgehoben: Marketing für die Stadt Oberkirch betreiben! »Wir haben uns bewusst für ein modernes Logo entschieden«, erklärte gestern die Vorsitzende des Stadtmarketingvereins, Edith Schütte, »auch als Herausforderung, sich mit dem Stadtmarketingverein zu beschäftigen.« Das neue Zeichen werde sich bestimmt einprägen, zeigte sich Schütte überzeugt. Peu à peu sollen nun die bisherigen Werbeplakate mit dem Logo gekennzeichnet werden.
Langwieriger als angenommen verlief der Verschmelzungsprozess der ehemaligen Werbegemeinschaft mit dem Stadtmarketingverein, das bestätigte gestern der stellvertretende Vorsitzende, Hermann Brüstle. »Das hat uns in unseren Aktivitäten etwas gebremst.« Vor etwa einer Woche sei der Akt aber über die Bühne gebracht worden, »so dass wir jetzt richtig durchstarten können«.
Ideen und Vorschläge
Wenn heute und morgen die beiden Arbeitskreise tagen, werden zunächst die Sprecher (sie sind automatisch Mitglied im Vorstand/siehe Hintergrund) und deren Stellvertreter gewählt. Danach sollen die künftigen Arbeitsschritte erörtert, Themen erarbeitet und Prioritäten gesetzt werden
»In den Arbeitskreisen spielt die Musik«, unterstrich Brüstle, »sie sind die Kreativorgane.« Von ihren Ideen und Vorschlägen erwarten die Verantwortlichen einen Schub, der auch die Stadt vorwärts bringen soll. 15 Mitglieder hat jeder Arbeitskreis, monatlich ist eine Sitzung geplant. »Mit dem breitgefächerten Know-how wollen wir Vorschläge und Empfehlungen für den Gemeinderat aussprechen und zur Entwicklung der Stadt beitragen.«
Zufrieden zeigte sich der Vorstand mit der Mitgliederentwicklung: Alle 70 Mitglieder der Werbegemeinschaft, die der Verschmelzung mit dem Stadtmarketingverein zugestimmt hatten, sind bei der Stange geblieben. Dazu gesellten sich 45 weitere aus allen Bereichen: Einzelhandel, Handwerk, Wirtschaft, Gastronomie, Dienstleister, Vereine und Privatpersonen. »Die Zahl ist noch ausbaufähig«, sagt Brüstle. »Wir sind angetreten, das Ganze auf eine breitere Basis zu stellen«. Man werde mit einer neuen Werbemappe gezielt die verschiedenen Branchen ansprechen und den persönlichen Kontakt mit den Betrieben suchen. Die Mitgliederwerbung soll weiter forciert werden.
Kein Weihnachtsauto
An Aufgaben mangelt es ohnehin nicht: Die Oberkircher Innenstadt soll nach dem Bau der Umfahrung Oberkirch/Lautenbach umgestaltet werden. Fußgängerzone oder verkehrsberuhigter Bereich ist die Frage, die auch der Stadtmarketingverein mitbeantworten soll. »Bis spätestens Ostern wird unser Vorschlag vorliegen«, glaubt Edith Schütte – auf alle Fälle, bevor der Gemeinderat seine Entscheidung trifft. Bereits vorher wird feststehen, welche Weihnachtsaktion der Oberkircher Einzelhandel für seine Kunden bereithält. Das bisherige Talersammeln soll durch eine neue Treueaktion ersetzt werden. Ein Weihnachtsauto wird in diesem Jahr nicht verlost.
Aufstellen wollen die Verantwortlichen auch einen Jahresplan, um die einzelnen Feste und Veranstaltungen in der Stadt noch besser aufeinander abzustimmen. Aktionen, die bereits stattfinden, will man zudem unter das Dach des Stadtmarketingvereins stellen und weiter ergänzen. Die Erwartungshaltung sei hoch, weiß der stellvertretende Vorsitzende Karl-Heinz Busam und ergänzt: »An Ideen mangelt es nicht.« Dennoch mahnt er in der Anfangsphase zu Nachsicht und Geduld: »Das Kind muss erst laufen lernen.«
Damit das möglichst schnell gelingt, fordert Edith Schütte Unternehmen, Geschäfte, Vereine und Bürger, die sich noch einbringen wollen, zur Mitarbeit auf: »Der Erfolg wird nur erreichbar sein, wenn sich alle Seiten beteiligen und einbringen.«
Hintergrund
Vorstand
Der Vorstand des Stadtmarketingvereins Oberkirch setzt sich wie folgt zusammen:
Vorsitzende: Edith Schütte.
Stellvertretende Vorsitzende: Karl-Heinz Busam und Hermann Brüstle.
Vertreter Industrie/Handwerk: Winfried Blümel
Vertreter Gastronomie/Hotellerie: Petra Jost
Vertreter Dienstleister/Freie Berufe: Jürgen Müller
Schriftführerin: Nicole Trayer
Kassierer: Josef Leopold
Geschäftsführer/Citymanager: Iris Sehlinger.
Zum Vorstand gehören noch die Sprecher der beiden Arbeitskreise, die in den Sitzungen heute und morgen gewählt werden.
STICHWORT
Neues Logo
Mit einem »modernen, einprägsamem« Logo will der Stadtmarketingverein Oberkirch künftig auf sich aufmerksam machen. Der Schriftzug in Grau und Rot wird ergänzt durch die symbolhafte Darstellung der Buchstaben S (Stadt) und M (Marketing), wobei das M gleichzeitig auch zum O (Oberkirch) wird.
Die Idee für das neue Logo hatte die Werbeagentur »media-s« des Oberkirchers Hannes Schmidt. Drei Agenturen hatten dem Stadtmarketingverein Entwürfe vorgelegt, der erweiterte Vorstand des neugegründeten Vereins entschied sich schließlich für die Schmidt-Variante. Kosten sind dem Verein dadurch nicht entstanden. Alle drei Agenturen betrachteten die Entwürfe als Spende an den Verein.
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