Ortenau hat die besten Rotweine prämiert
Weingut Andreas Männle (Durbach) belegt Spitzenplatz bei Top Ten Spätburgunder / Drei Renchtäler Betriebe unter den ersten Zehn
Der beste Rotweinbetrieb der Ortenau ist in diesem Jahr das Weingut Andreas Männle aus Durbach. Thomas Männle nahm den Siegerpokal aus den Händen Meinrad Schmiederers entgegen Im Top-Ten-Wettbewerb Spätburgunder Rotwein des Weinparadies Ortenau folgen die Winzergenossenschaft Rammersweier und das Weingut Markgraf von Baden, Schloss Staufenberg Durbach, auf den Plätzen heißt es in einer Mitteilung des Vereins Weinparadies. Die drei besten trockenen Weine der Ortenau kommen ebenfalls aus diesen Betrieben. Die Preisträger wurden am Donnerstag im Hotel Dollenberg in Bad Peterstal-Griesbach gefeiert.
Insgesamt zehn Winzergenossenschaften und 14 Weingüter hatten in diesem Jahr eine Auswahl ihrer besten Spätburgunder Rotweine aus den zurückliegenden drei Jahrgängen angestellt. Der Schwerpunkt lag auf dem Jahrgang 2009.
Große Freude herrschte beim Weingut Monika Bähr aus Oberkirch. Erstmals konnte der Betrieb der einstigen Badischen Weinkönigin sich unter den Top-Ten-Rotweinbetrieben der Ortenau platzieren. Die Winzerin konnte erstmals an dem Wettbewerb teilnehmen, da sie sich »aus drei Jahrgängen bedienen und somit die drei geforderten Weine anstellen konnte«, wie sie schildert.
»Die Ortenau ist für ihre feinen Rotweine weithin bekannt. Für mich ist es eine Ehre, in diesem Kreis als kleiner Betrieb dabei zu sein. Ein Wahnsinnserfolg für unser Weingut«, freut sich Monika Bähr.
»Tolle Qualitäten«
Rund 80 Weine hatte die Jury zu bewerten. Die Weine waren aus dem gesamten Anbaubereich Ortenau angestellt worden. Den Spätburgunder zu bewerten sei noch einmal schwieriger als der Riesling, betonte Hubert Zöllin, unter dessen Leitung der Wettbewerb stand
Die verschiedenen Ausbauarten gelte es zu berücksichtigen. Auch die unterschiedlichen Jahrgänge, der 2007er als ein starker Rotweinjahrgang, der 2008er als einer mit mehr Säure und der 2009er wieder »ziemlich stark« sei für die Verkoster eine Herausforderung.
»Wie immer hatten wir tolle Qualitäten im Wettbewerb«, sagte Zöllin. So bemühe sich die Jury, jedem Typus Wein gerecht zu werden. Der Pinot-Linie als romanischem Typ mit mehr Gerbstoff und floralen Aromen und nicht so dunkel in der Farbe. Und dem klassischen Spätburgunder Rotwein, der auf der Maische vergoren wird, ein fruchtiger Typ und im Gerbstoff nicht so intensiv.
Außer den drei Erstplatzierten und dem Weingut von Monika Bähr konnten aus dem Renchtal die Oberkircher Winzergenossenschaft und das Weingut Siegbert Bimmerle in Renchen-Erlach sowie darüber hinaus die Fessenbacher Winzergenossenschaft, die Gengenbacher Winzergenossenschaft, das Weingut Graf Wolff Metternich in Durbach, das Weingut Jasmin Kiefer in Ortenberg und die Winzergenossenschaft Rammersweier mit ihrer Auswahl an Rotweinen überzeugen.
»Nachfragen von Kunden«
Weil die Jury komplett nicht aus der Ortenau kommt, genießt der Wettbewerb sowohl in der Fachwelt als auch bei Verbrauchern hohes Ansehen. »Wir haben gezielt Nachfragen, wer im Ranking vertreten ist. Danach besuchen potenzielle Kunden auch die Top-Ten-Betriebe«, verdeutlicht Gunia Wassmer, Leiterin Weintourismus. Die hohe Qualität der Ortenauer Weine werde mittlerweile auch von der Sterne-Gastronomie geschätzt. So wird ab September bei jeder zweiten Küchenparty im Hotel Dollenberg ein Betrieb aus der Ortenau seine Weine vorstellen. »So kommt bestimmt auch internationales Publikum in die Betriebe«, sieht Wassmer weitere Absatzchancen für den Ortenauer Wein.
Nach der Prämierung konnten die Weine der Siegerbetriebe zu einem Diner verkostet werden, für das Martin Herrmann verantwortlich war. Der Sternekoch hatte die Speisen auf Ortenauer Rotweine ausgelegt.
Drei Betriebe aus dem Renchtal feierten ihre Top-Ten-Plätze auf dem Dollenberg: (von links) Ortenauer Weinprinzessin Jasmin Meel, Kellermeister Thomas Hirt (Weingut Siegbert Bimmerle), Monika Bähr (Weingut Bähr), Geschäftsführer Markus Ell (Oberkircher Winzergenossenschaft)