Oberkircher Wasserpreis soll stabil bleiben
Zweckverband sieht keinen Grund für Preiserhöhungen.
Keine Notwendigkeit, den Wasserpreis zu erhöhen, sieht derzeit der Zweckverband »Wasserversorgung Vorderes Renchtal« – wenn nicht Außergewöhnliches dazwischenkommt Der Verbandsvorsitzende, Oberbürgermeister Matthias Braun, wies bei der Versammlung am Mittwoch darauf hin, dass der Gestehungspreis, zu dem das Wasser gewonnen und bereitgestellt wird, eine eher leicht rückläufige Tendenz aufweise.
Das Problem mit dem Pflanzenschutzmittel-Abbauprodukt DMS habt sich laut Stadtwerke-Geschäftsführer sich zwischenzeitlich gelöst. Das Regierungspräsidium hat die im Trinkwasser des Verbandes zwischenzeitlich aufgetretene Konzentration als gesundheitlich unbedenklich eingestuft, nachdem es sich den Grenzwerten des Umweltbundesamtes angeschlossen hatte.
Anschließend erläuterte Klattig die wesentlichen Eckpunkte des Wirtschaftsplans. Der Erfolgsplan sieht in Einnahmen und Ausgaben jeweils 714 150 Euro vor, damit liegt der Gestehungspreis mit 0,58 Cent unter dem des Vorjahres mit 0,60 Cent. Auf dem Niveau zwischen 0,57 und 0,58 Cent werde er nach derzeitigen Berechnungen auch in den kommenden Jahren liegen.
Der Vermögensplan sieht für 2011 Investitionen für die neue Mess- und Regeltechnik des Erdbehälters Boschmatten mit 55000 Euro vor, außerdem soll die Fernwirktechnik der Wasserversorgung für 60 000 Euro erneuert werden. »Dann ist unsere Wasserversorgung von der Quelle über das Wasserwerk bis zu den Hochbehältern auf einem technisch guten Stand«, versicherte Klattig. Vorerst seien größere Investitionen kaum mehr erforderlich.
Einschließlich der Ausgaben der Finanzwirtschaft sieht der Vermögensplan Ausgaben von 343 600 Euro vor. Finanziert wird er über Abschreibungen in Höhe von 287 000 Euro sowie Umlagen. Die Stadtwerke Oberkirch haben 19 870, die Stadt Renchen 1900 und die Gemeinde Lautenbach 11 490 Euro aufzubringen. Die noch fehlenden 33 600 Euro werden durch ein Darlehen abgedeckt.
Auch auf die Umlagen des Erfolgsplanes ging Klattig ein, sie belaufen sich für die Stadtwerke Oberkirch auf 554 600 Euro, die Stadt Renchen wird 62 700 und die Gemeinde Lautenbach 24 400 Euro beisteuern. Die Satzung für den Wirtschaftsplan 2011 wurde von der Verbandsversammlung einstimmig beschlossen.
Es folgte ein kurzer Sachstandsbericht zur Wasserqualität in Bottenau. Wie Klattig berichtete, hatte dort eine Probe des Landratsamtes eine leichte Verkeimung ergeben, was dazu führte, dass eine Chlorung zu erfolgen hatte. Diese durfte dann erst ausgesetzt werden, nachdem zwei weitere Proben in zeitlichem Abstand wieder keimfreies Wasser bestätigt hatten. Das Wasser sei jetzt wieder einwandfrei, die leichte Chlorung wurde eingestellt. Woher die Verkeimung herrührte, sei nur schwer feststellbar und bislang auch ungeklärt. Angesichts der starken Regenfälle der letzten Tage werde die Brunnenanlage kontrolliert, damit verhindert werden kann, dass Oberflächenwasser in das System eindringt.
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