Nachgefragt
»Als Elternteil habe ich da ein gutes Gefühl«
Maren Eichleiter über die Vorteile der U 3-Betreuung
Ende Mai ist Jonas zwei Jahre alt geworden. Seit Juni besucht der kleine Tiergartener den Kindergarten Maria Goretti. Die ARZ hat bei seiner Mutter, Maren Eichleiter, nachgefragt, warum sie die U 3-Betreuung nutzt und welche Vorteile das für die Familie bringt Die 35-jährige Einzelhandelskauffrau beurteilt das Betreuungsangebot positiv.
Warum nutzen Sie die U 3-Betreuung in Haslach?
Maren Eichleiter: Jonas ist ein Einzelkind. Er ist gerne mit anderen Kindern zusammen. Im Kindergarten hat er die Möglichkeit, soziales Verhalten, Teilen und Regeln zu lernen. Das lernt er zwar auch zu Hause, aber im Kindergarten muss er sich an die Verhältnisse anpassen und kann nicht nur seinen Kopf durchsetzen. Er muss sich auch mal unterordnen. Außerdem wird er in Sachen Motorik und Sprache gefördert.
Wie finden Sie das Konzept des Kindergartens?
Eichleiter: Ich stehe voll dahinter. Die Kinder erhalten Beschäftigung, sie können basteln, tonen und dürfen auch einmal einen Drachen steigen lassen. Als Elternteil habe ich da ein gutes Gefühl.
Welche Vorteile hat es Ihnen, Ihr Kind schon mit zwei Jahren in den Kindergarten bringen zu können?
Eichleiter: Ich kann stundenweise wieder arbeiten gehen oder die Zeit nutzen, um in Ruhe einzukaufen oder zu kochen. Mittags kann ich dann meine ungeteilte Aufmerksamkeit meinem Kind schenken.
Sind Sie mit dem Betreuungsangebot in Oberkirch zufrieden?
Eichleiter: Ja. Ich finde es gut, dass die Kindergärten untereinander zusammenarbeiten und man in den Ferien das Kind in einer anderen Einrichtung unterbringen kann.
Und wie gefällt es Ihrem Sohn im Kindergarten?
Eichleiter: Super. Jonas ist sehr ausgeglichen, geht sehr gerne in den Kindergarten
Er freut sich jeden Morgen auf die anderen Kinder und die Erzieherinnen. Das ist ein Supergefühl.
Wie entwickelt er sich?
Eichleiter: Er hat innerhalb weniger Wochen im sprachlichen Bereich einen großen Schritt gemacht, auch in der Motorik. Er kann sich richtig austoben auf dem Spielplatz oder im Turnraum.
STICHWORT
Das müssen die Eltern zahlen
An der Finanzierung Kleinkindbetreuung in Oberkirch müssen sich auch die Eltern beteiligen. Sie zahlen für die Betreuung Zweijähriger höhere Gebühren als für ein dreijähriges Kind, das ganz normal in den Kindergarten geht. Ein U 2-Platz für einen Einjährigen ist nochmals teurer. Wie auch für die Regelkinder gilt bei der Berechnung seit Oktober das württembergische Modell. Kinderreiche Familien müssen dabei weniger Gebühren zahlen als Eltern, die nur ein Kind haben. Berücksichtigt werden alle Geschwister unter 18 Jahren. Hier der Gebührenvergleich, jeweils für eine Familie mit zwei minderjährigen Sprösslingen (in Klammer Beiträge für ein Einzelkind):
Regelbetreuung ab drei Jahren, 32 bis 34,5 Stunden pro Woche: 66 Euro monatlich (87 Euro).
verlängerte Öffnungszeiten: 74 Euro (97).
erweiterte Regelbetreuung über 34,5 Stunden: 77 Euro (102).
U 3-Betreuung, 22,5 Stunden: 83 Euro (110).
U 2-Betreuung, 22,5Stunden: 143 Euro (190).
U 3-Betreuung mit verlängerten Öffnungszeiten, 32,5 Stunden: 94 Euro (125).
U 2-Betreuung mit verlängerten Öffnungszeiten, 32,5 Stunden: 154 Euro (205).
Ganztagsbetreuung Tagesstätte Schwester Giovanna: Der Preis richtet sich hier nach dem Bruttojahreseinkommen der Familie. Minimum: 90 Euro monatlich für eine Familie mit zwei Kindern und bis 20 000 Euro Einkommen (Einzelkind: 120 Euro).
Maren Eichleiter hat ihren Sohn in der Kleinkindgrupppe des Kindergartens Maria Goretti untergebracht.
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