Musik wirkt sich positiv auf die Entwicklung aus
Kinder singen, tanzen und spielen gerne auf Instrumente n/ Kindergarten Renchen fördert dies mit Früherziehung
Seit 15 Jahren gibt es im Städtischen Kindergarten Renchen »Musikalische Früherziehung« für Mädchen und Buben ab vier Jahren. Das Angebot leitet Simonetta Tüchler von der Musikschule Achern.
Das frühe Beschäftigen mit Musik hat höchst positive Effekte auf die Entwicklung der Intelligenz, des räumlichen Vorstellungsvermögens und der allgemeinen motorischen Fähigkeiten des Kindes«, sagt Beate Kuhn-Nepita, Leiterin des Städtischen Kindergartens Renchen
Singen und Tanzen
Deshalb wird in ihrer Einrichtung seit 15 Jahren auch »Musikalische Früherziehung« angeboten. Daran können Mädchen und Buben ab vier Jahren teilnehmen. Einmal pro Woche, eine dreiviertel Stunde lang wird im Turnraum gesungen, getanzt, musiziert. Die Teilnahme ist freiwillig. Der Kurs kostet 20 Euro pro Monat.
Das Angebot »Bumbala-Bunga« kommt gut an. Zwei Gruppen gibt es regelmäßig. Diese leitet Simonetta Tüchler von der Musikschule Achern. Elf Gruppen in »Musikalischer Früherziehung« leitet sie insgesamt für die Musikschule – darunter auch welche in den beiden Kindergärten in Erlach und Ulm.
»Die Kinder sind sehr aufgeweckt«, sagt Tüchler, die deshalb Musik und Bewegung kombiniert und abwechselt. Besonders beliebt sind bei den Mädchen und Buben die Orff- und Rhythmusinstrumente. Das sieht und hört man den Kindern auch gleich an. Und auch die Lehrerin freut sich über die Instrumentenvielfalt in Renchen und lobt: »Die Ausstattung hier ist toll. Da macht die Arbeit richtig Spaß.«
Mit den Schulanfängern nutzt sie die Instrumente auch schon wie in einem kleinen Orchester, in dem nicht mehr alle dem gleichen Rhythmus folgen, sondern die Schlaginstrumente in abwechslelnder Reihenfolge zusammenspielen. »Das klappt meistens auch recht gut«, ist Tüchler zufrieden
Mit den Kindern vertont sie auch Verse, bis ein richtiges Musikstück entsteht, für das dann die passenden Instrumente mit den Kindern ausgewählt werden. Eine Art, die Kreativität der Kinder zu fördern.
Im Lauf eines Jahres, in dem sie mit den Kindern arbeitet, erkennt sie an diesen auch merkliche Veränderungen – nicht nur, was die Musikalität betrifft. »Sie gehen auch immer mehr aus sich heraus.« Und über die Musik und Bewegung würden Gemeinsamkeit und soziales Miteinander erlebt. Gelernt wird übers Hören, Fühlen, Sehen und Begreifen. Unter anderem über die Jahreszeiten wie im Lied »Goldener Oktober«.
»Musik spielt auch sonst im Kindergarten eine große Rolle«, verweist Kuhn-Nepita etwa auf den Chor. In der »Musikalischen Früherziehung« werde aber nochmals gezielt auf ganzheitliche Weise die Erlebniswelt des Kindes angesprochen. Zumal in den Familien heute viel zu wenig mit den Kindern gesungen werde.
STICHWORT
Auftritt geplant
Wer sich ein Bild über die »Musikalische Früherziehung« im Städtischen Kindergarten Renchen machen will, hat dazu – laut Kindergartenleiterin Beate Kuhn-Nepita – beim »Weihnachtszauber« am 12. Dezember, 18 Uhr, auf dem Rathausplatz in Renchen Gelegenheit. Dort treten die Nachwuchsmusiker sowie der Kindergarten-Chor auf.
Simonetta Tüchler probiert in der »Musikalischen Früherziehung« mit den Kindern auch verschiedene Orff- und RhythmusInstrumente aus.