Mösbach scheidet aus, holt aber Bronze
Das Kirschendorf verpasst den Landesentscheid beim Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden«
Mösbach ist beim Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« sozusagen nach einer großen Leistung im Viertelfinale (auf Bezirksebene) ausgeschieden. Für »herausragende Leistungen« gab es noch die Bronzemedaille. Renchen-Erlach hingegen hat den Einzug ins Halbfinale (Landesentscheid) geschafft.
Der Bezirksentscheid zum 22. Landeswettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden«, an dem sechs Dörfer mit bis zu maximal 3000 Einwohnern teilnahmen, ist abgeschlossen Während Erlach im September beim Landesentscheid antreten darf, um sich eventuell für das Bundesfinale 2007 zu qualifizieren, ist für Mösbach nun Schluss. Allerdings erhält das Kirschendorf eine Bronzemedaille. Die Jury unter Vorsitz des Regierungspräsidiums Freiburg würdigte damit die »herausragende Leistung« des Acherner Teilorts.
»Natürlich haben wir insgeheim gehofft, beim Landesentscheid dabei zu sein. Ich hätte gern weiter Werbung für Mösbach gemacht. Dennoch sind wir stolz, dass wir mit unserer ersten Bewerbung seit 25 Jahren den Bezirksentscheid erreicht haben«, sagt Ortsvorsteherin Sonja Schuchter gestern zur ARZ. Das hatte laut Schuchter schon lange kein Acherner Stadtteil mehr geschafft.
»Die Jurymitglieder haben mir bestätigt, dass wir in Mösbach Phänomenales auf die Beine gestellt hätten«, beschreibt Schuchter die Lebendigkeit des 1600-Einwohner-Dorfes. Sie ist davon überzeugt, dass das Dorf auf einem sehr guten Weg ist, absolut zukunftsfähig ist und die Bewohner auch weiterhin gemeinsam an Projekten etwa für die Jugend oder für einen Dorfhock arbeiten. Bisher habe es allen großen Spaß gemacht.
Stadt half nur begrenzt
Die Ortsvorsteherin gratuliert den Erlachern zu ihrem Erfolg, auch in dem Renchener 900-Einwohner-Ort sei viel Positives geschehen. Im Gegensatz zu Mösbach habe Erlach aber auch eine große Unterstützung der Stadt erfahren, »so habe ich es zumindest gelesen«, sagt Sonja Schuchter
Dass solch eine intensive Hilfe vonseiten der Großen Kreisstadt Achern schwieriger sei, erwähnt sie aber auch.
Auf der Suche nach Gründen, weswegen es »nur« zu Bronze gereicht hat, analysiert Schuchter die Dorfgestaltung: Die Bauweise der Häuser sei der kritischen Jury wohl zu unterschiedlich gewesen. Doch das seien »Fehler«, die vor 30, 40 Jahren gemacht worden und die nicht so leicht zu ändern seien. Auch deshalb soll über eine erneute Teilnahme am Wettbewerb erst nach Ansicht des Protokolls diskutiert werden.
»Die Ortenau ist bei den Kreis- und Bezirksentscheiden immer stark vertreten«, sagt Michael Würth, Gartenbaureferent im Regierungspräsidium Freiburg. Die mit bis zu 1000 Euro dotierte Bronzemedaille sei für Mösbach alles andere als nur ein Trostpreis, unterstreicht Würth. Entscheidend sei, dass in den Dörfern Leitbilder entwickelt würden, Ziele, nach denen sich die Dorfgemeinschaft ausrichten könne.