Kreisverkehre auf der Landstraße sollen mehr Sicherheit bringen
Spatenstich mit erfreulicher Botschaft aus Freiburg: Zusätzliche Bewilligungsrate von 250 000 Euro
»Auch bei knapper Kasse wird der Straßenbau weiter gehen.« Diese Zusage machte Landrat Klaus Brodbeck und ließ den Worten Taten folgen. Zusammen mit den tangierten Bürgermeistern und Ortsvorstehern nahm er an der Landesstraße L 89 Oberkirch - Renchen den Spatenstich für zwei Kreisverkehre vor. Sie sollen beim Queren der Straße die Sicherheit verbessern.
»An die Spaten, fertig, los«, hieß es gestern für Leo Andlauer vom Regierungspräsidium Freiburg sowie für Landrat Klaus Brodbeck und die Vertreter der Städte Renchen und Oberkirch Der Spatenstich galt den beiden Kreisverkehren, die an der Landesstraße L 89 zwischen Oberkirch und Renchen gebaut werden, um das Überqueren der Straße sicherer zu machen. Dabei geht es um die Straßen von Ulm nach Erlach sowie von Ulm nach Stadelhofen, deren Ortsvorsteher ebenfalls mit von der Partie waren. Die beiden Vorhaben hatten aus verschiedenen Gründen viele Jahre in der Warteschleife geschmort, ehe nun die Straßenbauer der ARGE Vogel-Bau anrücken konnten. Die Bauleitung hat Simone Becherer.
In seinem Grußwort ging Landrat Klaus Brodbeck auf die langen Straßenplanungen ein, habe er sich doch schon im Februar 1986 mit der Verbindung Ulm - Erlach beschäftigt. Jetzt dürfe man zwei Spatenstiche auf einmal machen, galt er doch auch für die Querung Ulm - Stadelhofen, dessen Bau sich an den ersten anschließt, so Brodbeck.
Dazu wird die jeweilige Kreisstraße gesperrt. Umleitungen werden ausgeschildert. In diesem Zusammenhang wird auch die Kreisstraße K 5305 zwischen der L 89 und Erlach auf eine Breite von 5,50 Metern ausgebaut. Zur Verbesserung der Sichtverhältnisse wird eine Kuppe abgetragen. Außerdem wird entlang der
K 5305 ein 2,50 Meter breiter Rad- und Gehweg angelegt, der durch einen Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt ist.
Land zahlt 50 Prozent
Die Gesamtkosten belaufen sich laut Brodbeck auf 900 000 Euro, wobei 810 000 Euro auf die Baukosten und 90 000 Euro auf den Grunderwerb entfallen. Das Land beteiligt sich an den Kreiseln mit 50 Prozent
Der Ortenaukreis erhält für seinen Anteil einen Zuschuss. Die Kosten für den Rad- und Gehweg werden von der Stadt Renchen übernommen. Brodbeck rechnet mit einer Bauzeit von vier bis fünf Monaten, so dass sie Ende November 2006 abgeschlossen sein könnte.
Gute Nachricht
Ein willkommener Gast war Leo Andlauer vom Regierungspräsidium Freiburg, hatte er doch eine frohe Botschaft dabei. »Um die Belastung aus der Vorfinanzierung des Landkreises zu vermeiden, haben wir den Fördertopf noch einmal geschüttelt und können eine zusätzliche Bewilligungsrate von 250 000 Euro bereitstellen«, sagte er, indem er Landrat Brodbeck den Bewilligungsbescheid übergab.
Weitere Redner waren Bürgermeister Bernd Siefermann aus Renchen und Oberkirchs Oberbürgermeister Matthias Braun, die beide den Sicherheitsaspekt in den Vordergrund rückten. Siefermann wies auf Dutzende von Unfällen an den neuralgischen Knotenpunkten mit Toten, Schwerverletzten und einem immensen Sachschaden hin. Braun nannte die Entschärfung der beiden Kreuzungen überfällig. Mit den Verkehrskreiseln habe die Stadt Oberkirch gute Erfahrungen gemacht.
Beide Kreisverkehre bekommen einen Außendurchmesser von 40 Metern, wobei die Innenkreisbreite der Fahrbahn 7,50 Meter beträgt.