Misstöne bei der Schallmeienkapelle

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Auf vier Aktive zusammengeschrumpft / Mitglieder wanderten nach Erlach ab / Es »menschelte« gewaltig

 

In die »Schallmeienkapelle Oberkirch e.V« haben sich gewaltige Misstöne eingeschlichen. Ein Teil der Mitglieder ist zur neu gegründeten Schallmeienkapelle Erlach abgewandert und macht jetzt dort Musik. Dabei denkt man bei Schallmeien meist an himmlische Klänge von Engeln und nicht an Streit
Die Situation ist für Außenstehende ziemlich verworren, stehen sich doch zwei Lager gegenüber, die beide die Wahrheit für sich beanspruchen. Gegenseitige Vorwürfe, die bis ins Persönliche gehen, häufen sich. Dabei hatte im Frühjahr 2001 alles harmonisch begonnen. Helmut Wolber (Nußbach) gründete eine Schallmeienkapelle.
Die ersten Proben und Auftritte folgten. Man wähnte sich in der Erfolgsspur. Doch bald »menschelte« es gewaltig. Die Harmonie bekam einen Sprung. Heute ist man heillos zerstritten, hat teilweise sogar den Rechtsanwalt eingeschaltet.
Die Schallmeienkapelle Oberkirch ist mittlerweile auf vier Aktive zusammengeschrumpft. Auftritte sind bei dieser Zahl kaum möglich, zahlreiche Termine mussten abgesagt werden. »Die Absagen tun mir in der Seele weh«, bedauerte Helmut Wolber in einem Gespräch mit der Acher-Rench-Zeitung. Er wolle um die Schallmeienkapelle kämpfen und sie nach einer schöpferischen Pause wieder beleben, sagte er. Interessierte seien stets willkommen.
Im Bürgerinfo-Heft der Stadt ist Wolber noch als Vorsitzender ausgewiesen, doch ehemalige Mitglieder behaupten, dass er gar nicht mehr den Vorsitz habe, da die Wahlen im letzten Sommer ungültig gewesen seien. Nicht einmal darüber ist man sich einig.

 

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Veröffentlicht in Erlach

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