Mehr Sicherheit durch den Radweg

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Noch in diesem Sommer soll die Lücke zwischen Renchen und Ulm geschlossen werden

Seit vielen Jahren angestrebt, wird in den nächsten Monaten die Radwegverbindung zwischen Renchen und Ulm umgesetzt. In der Gemeinderatssitzung am Montagabend wurde die Planung vorgestellt.

 

»Mit Volldampf«, so Bürgermeister Bernd Siefermann in der Gemeinderatssitzung am Montagabend, soll der Radweg zwischen Renchen und Ulm verwirklicht werden. Die Idealvorstellung: Die Maßnahmen, für die 500 000 Euro im Haushalt bereit stehen, sollen zu den Sommerferien abgeschlossen sein
Für das beauftragte Büro stellte Ingenieur Hilberer die Planung für den Rad- und Gehweg entlang der Gemeindeverbindungsstraße vor. Diese Straße weist eine Breite zwischen 3,80 und 4,50 Metern auf, sie soll auch in Zukunft nur von Fahrzeugen unter 7,5 Tonnen befahren werden dürfen. Der parallel geplante Rad- und Gehweg ist hauptsächlich gedacht für die Schulkinder, aber auch für den Ausflugsverkehr am Wochenende. Hilberer erläuterte die einzelnen Abschnitte des Weges, der am Spielplatz bei der Scheffelstraße in Renchen beginnt und auf einer Länge von 1,6 Kilometern auf der nördlichen Seite der Verbindungsstraße bis zum westlichen Ortseingang von Ulm führt. Auf den ersten 380 Metern nach dem Spielplatz verläuft der Rad- und Gehweg oberhalb der Böschung und ist mit bis zu sieben Prozent Steigung recht steil, dann wird er auf das Niveau der Straße herabgeführt. Bei rund 580 Metern kreuzt der Weg den Ansenbach. Hier soll die vorhandene Sandstein-Gewölbebrücke der Straßenfahrbahn erhalten bleiben, für den Rad- und Gehweg wird daneben eine neue Betonkonstruktion mit Stahlträgern sowie Holzbohlen als Fahrbahnbelag entstehen.
Bis zum Anwesen Walz am Ulmer Ortseingang verläuft zwischen Fahrbahn und Radweg ein Grünstreifen mit einer Breite von 1,25 Metern. Ab da rücken beide Fahrbahnflächen direkt aneinander, der Radweg ist dann 2,50 Meter breit, davon ein Pflasterstreifen von 50 Zentimetern

Die Grundstücksverhandlungen sind abgeschlossen, die Ausschreibung sei in Arbeit und werde spätestens Ende kommender Woche erfolgen, so Hilberer. Voraussichtlich ab April könne mit dem Bau begonnen werden. Er sei zuversichtlich, dass die Maßnahme spätestens zum Schuljahresbeginn fertiggestellt ist.
Gemeinden verbinden
»Ich bin froh, dass diese Maßnahme jetzt endlich umgesetzt wird«, betonte Ulms Ortsvorsteher Peter Spraul (FWV). Jetzt komme genau die Variante zum Zug, die vom Ortschaftsrat ausgearbeitet wurde: die kürzeste und damit auch preiswerteste Streckenführung. Sie verbessere die Sicherheit für alle Benutzer, vor allem die der Schüler. Er wertete die Maßnahme als »gemeindeverbindendes Element« und dankte allen, die das Projekt ermöglicht haben. Spraul hoffte zudem, dass auch das letzte Mosaik noch geschlossen werden könne, nämlich die Lücke zwischen Ulm und dem Kreisverkehr Richtung Erlach.
Werner Bär (CDU) sah in der Umsetzung des Rad- und Gehweges ebenfalls ein Stück weiterer Bindung zwischen den Teilgemeinden. Die vorgestellte Planung mache es leicht, dem Projekt zuzustimmen, da alle Probleme der Streckenführung sehr gut gelöst wurden. Diese Auffassung teilte auch Heinz Schäfer (SPD), er hoffte, dass der Weg trotz der Steigung im letzten Teilstück Richtung Renchen auch angenommen wird. Er erinnerte daran, dass die Anfänge dieses Projekts bis 1975 zurückreichen, aus Kostengründen wurde es schon zurückgestellt.
Wolfgang Bär brachte den Hochbord beim Anwesen Spraul zur Sprache. Dieser sei beabsichtigt, um klar zwischen Fahrbahn und Radweg zu trennen, so Hilberer. Egon Busam bedauerte, dass der Gewässerrandstreifen des Ansenbaches auf einem kurzen Teilstück aus Platzgründen überbaut werden muss.
Die Planung segnete der Gemeinderat einstimmig ab. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Ausschreibung und die weiteren Schritte zum Ausbau zu veranlassen.

 

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Veröffentlicht in Erlach

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