Keine Konkurrenz für Tageszeitungen
»Das neue Gemeindeblatt soll keine Konkurrenz zu den Tageszeitungen sein.« Darauf wies Bürgermeister Wolfgang Reinholz die Sasbacher Gemeinderäte am Montag bei der Vorstellung der Neugestaltung des »Amtlichen Mitteilungsblattes der Gemeinde Sasbach« hin, wobei man im redaktionellen Teil wie bisher Texte veröffentlichen werde. Bei besonderen Ereignissen sei es auch möglich, einen Text mit Bild abzudrucken, die wesentliche Berichterstattung soll den Tageszeitungen vorbehalten bleiben, so der Bürgermeister. Sowohl Bernhard Wölfle als auch Andrea Erz hatten für mehr Berichte auch mit Bildern vor allem aus dem Vereinsleben plädiert.
Kurze Vereinsberichte
Das neue Gemeindeblatt soll eine farbige Titel- und Rückseite erhalten, der Kopfbereich des Titels zeigt einen Blick auf Sasbach und Obersasbach. »In dem neuen Logo sind auch die Wappen der beiden Orte sowie die Zwetschge als Symbol für Sasbach und die Rebe als das für Obersasbach zu sehen«, sagte Christa Lampert. Die bisherige Einteilung wie Amtliches, Schulen, Kindergärten, Vereine bleibe unverändert, angedacht sei als zusätzlicher Punkt »Sasbach in Stichworten« etwa bei Gemeinderatbeschlüssen. Bei Vereinsberichten sollen so kurz wie möglich seien. Die Mitteilungen der Kirchen seien auch bisher schon umfangreich, sie sollen diesen aber künftig nicht überschreiten.
Dass das Gemeindeblatt auch über die Sasbach-Homepage auch online und kostenlos gelesen werden kann, sah Rolf Hauser als eine gewisse Konkurrenz zum bezahlten Blatt. Die Bezugszahlen (70 Prozent der Haushalte) könnten vielleicht zurückgehen, aber das in gedruckter Form vorliegende Gemeindeblatt werde attraktiv bleiben, so der Bürgermeister. Der Vorschlag der Verwaltung, künftig keine Wahlwerbung mehr zu veröffentlichen, fand keine Mehrheit. So bleibt es bei der bisherigen Lösung, die auch Mitteilungen und Texte über politische Veranstaltungen beinhaltete. Wahlen gehörten zur Demokratie dazu, und wenn eine Partei eine Anzeige bezahle, dann sei das in Ordnung, so Ambros Bühler.
Für Anzeigen und Mitteilungen von politischen Gruppierungen plädierte auch Wolfgang Hetzel, während Josef Straub feststellte, dass es genügend Plattformen für Wahlwerbung gebe, das Gemeindeblatt habe einen anderen Anspruch.
Bei zwei Neinstimmen wurde der jährliche Abo-Preis von 9,50 auf 15 Euro erhöht. Damit ist das Gemeindeblatt nach aktuellem Stand der Bezieher für die Gemeinde kostendeckend. Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt, mit der Anb Reiff Verlagsgesellschaft einen neuen Vertrag auszuarbeiten.
Nach einer erneuten Randale im Kinderhaus Obersasbach mit massiver Sachbeschädigung werde es eine Strafanzeige geben, so Ortsvorsteher Rudi Retsch. Weiter werde über das Gemeindeblatt informiert, auch der Jugendbeauftragte werde sich um die Thematik kümmern.
Reicht das Salz?
Während Rolf Hauser das zunehmende Problem der Plakatierung und Andrea Erz das der Raserei in der Erlenbad- und Waldstraße ansprach, wollte Karl Lang wissen, ob das gemeinsame Salzlager mit Achern und Sasbachwalden über genügend Salz verfüge. Nach seinen Informationen sei dies nicht der Fall. Die Verwaltung werde sich um die angesprochenen Probleme kümmern, so der Bürgermeister.
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