Kaum Geld für kaputte Straßen

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Lindenplatzbelag diskutiert.

 

Einig war sich der Oberkircher Gemeinderat am Montag darüber, dass sich einige Straßen im Stadtgebiet in einem maroden und sanierungsbedürftigen Zustand befinden. Über die Sanierung der Fahrbahn am Lindenplatz in Zusenhofen (Kosten: 98 000 Euro) wurde engagiert diskutiert »Es gibt dringendere Maßnahmen in Oberkirch«, eröffnete CDU-Fraktionssprecher Michael Braun die Debatte. »Da muss ich widersprechen«, entgegnete Ortsvorsteher Peter Müller. In dem Spritzbelag seien »Riesenwellen« drin. Täglich werde die Straße, eine Entlastungsstrecke der Nußbacher Straße, von 20 bis 30 Lkw benutzt. Die Sanierung werde seit Jahren aufgeschoben, erinnerte Müller an die Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde. Unterstützung erhielt Michael Braun von den Freien Wählern und von OB Matthias Braun. »In der Kernstadt gibt es mit Sicherheit Straßen, die noch maroder sind«, sagte Braun. Dem schloss sich Frank Hellstern (FWV) an. Birgitt Reinfarth (FWV) forderte gesamtstädtisches Denken ein und schlug vor, eine Prioritätenliste aufzustellen – unabhängig vom Standort der Straße.
Ortschaftsrat am Zug
Die Lindenplatzsanierung bleibt vorläufig im Plan drin. Der Posten wird noch im Ortschaftsrat Zusenhofen beraten. Danach entscheidet der Gemeinderat. Gestrichen wurde auf Empfehlung der Haushaltsstrukturkommission bereits der Einstieg in die Sanierung des Renchdamm-Radweges (30 000 Euro). Drin bleiben bisher sechs kleinere Maßnahmen in Haslach, Nußbach, Ödsbach, Stadelhofen und Zusenhofen (Gesamtvolumen: 126 500 Euro).
Über die in der Kernstadt seit Jahren aufgeschobene Sanierung der Straßburger Straße wird im Vermögenshaushalt beraten. Die Sanierung kostet insgesamt 730 000 Euro. Rund die Hälfte davon wird über einen Landeszuschuss finanziert. Ein Zuschussbescheid steht aber noch aus und wird 2011 erwartet.

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