Achern platzt aus allen Nähten

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Verkaufsoffener Sonntag wieder einmal ein Besuchermagnet / Wirtschaftlicher Aufschwung spürbar

»Wo ist denn unser Papa, wir haben ihn verloren«. So etwas konnte beim verkaufsoffenen Sonntag in Achern schon passieren. Bei gutem Herbstwetter platzte die Einkaufsstadt aus allen Nähten, es ging nur noch Jacke an Jacke vorwärts.

 

Zum Bummeln, Schauen und Einkaufen gab es am Sonntag jede Menge Angebote und einen Autosalon mit Neuwagen von zehn Acherner Autohäusern. Während die einen erste Weihnachtsgeschenke kauften, gönnten sich andere eine Pause in einem der Straßencafés Passend dazu erklang auf dem Rathausplatz karibische Musik von Jorge Luis und Café de Cuba.
»Was ist heute los? Die Geschäfte öffnen doch erst in einer halben Stunde«. Der Vorsitzende von »Achern aktiv«, Frank Limberger, traute seinen Augen nicht, als die Stadt lange vor der offiziellen Eröffnung so dicht bevölkert war, wie an manch anderen verkaufsoffenen Sonntagen erst gegen Nachmittag. Wieder wurden viele Besucher aus dem Elsass gesichtet. Limberger war vollauf zufrieden, als er sich mit OB Klaus Muttach, dem Vertreter der Autohäuser Armin Oertel sowie den Organisatoren von »Achern aktiv«, Birgit Kleint und Andreas Kleber, zum traditionellen Eröffnungsrundgang aufmachte.
Klarer Aufwärtstrend
»Der Aufschwung ist in Achern angekommen«, meinte Limberger. Die Besucher-Frequenz habe deutlich zugenommen, bei den Geschäftsleuten gebe es wieder zufriedene Gesichter. Den Aufwärtstrend bestätigte auch Armin Oertel für die Autohäuser, die ebenfalls eine deutlich spürbare Nachfrage zu verzeichnen haben. Bei vielen habe sich die wirtschaftliche Situation stabilisiert, positive Prognosen lassen wieder hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Geld werde nun wieder etwas leichter ausgegeben – auch für ein Auto.
Dass die Krise überwunden ist, belegte Muttach mit der Acherner Arbeitslosenquote von 2,2 Prozent

»Damit haben wir quasi Vollbeschäftigung.« Bei den 25 Langzeitarbeitslosen zwischen 20 und 25 Jahren liege das Problem nicht an den Arbeitsplätzen, sondern darin, diese auch wahrzunehmen. Deshalb werde er demnächst Gespräche führen und überlegen, wie man die Betroffenen in Arbeit bringen kann.
Maßnahmen fruchteten
Eine neue Firma siedle sich in Achern an und schaffe 60 Arbeitsplätze, so der OB. Dass die Wirtschaftskrise auch in Achern so schnell überwunden wurde, sah Muttach in der Struktur der Betriebe und in deren Bodenständigkeit begründet. Auch die Kurzarbeit und die 40 Millionen Euro des Ortenaukreises hätten wesentlich den wirtschaftlichen Aufschwung unterstützt, ebenso das Konjunkturpaket. Dieses sorgte bei den Firmen für volle Auftragsbücher, bei den Kommunen aber für Schulden.

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Das Wetter war beim verkaufsoffenen Sonntag in Achern bestens und die Stadt platzte aus allen Nähten.

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