In drei Abschnitten zum Trennsystem

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Kanalisationsarbeiten in Nußbach werden billiger als geplant / Arbeiten beginnen im Oktober

Die Kanalisationsarbeiten in der Nesselrieder Straße einschließlich Albertstraße/Ludwigstraße stoßen in Nußbach auf großes Interesse. Rund zehn Bürger haben am Mittwoch die Ortschaftsratssitzung verfolgt, bei der das Thema auf der Tagesordnung stand.

 

Nicht nur um die Auftragsvergabe, sondern auch um Informationen für die Anlieger über die Kanalbauarbeiten in Nußbach ging es Ortsvorsteher Wilhelm Benz in der Ortschaftsratssitzung Drei Abschnitte wird die Maßnahme umfassen, erläuterte Jürgen Rauer vom Ingenieurbüro Zink, bei rund einem halben Jahr Bauzeit werden für jeden Teilabschnitt rund zwei Monate benötigt. Der Umbau von einem Misch- in ein Trennsystem ist das Ziel.
Zunächst wird die Kanalisation im Restteil der Albertstraße erneuert, neben Schmutz- und Regenwasserleitung außerdem die Gas- und Wasserversorgung. Als Nächstes folgt dann die Ludwigstraße, wo die gleichen Arbeiten anfallen. Den Abschluss bildet die Nesselrieder Straße. Die vorhandene Mischwasserleitung wurde mit der Kamera befahren und ist in Ordnung, sie soll als Regenwasserleitung erhalten bleiben. »Dadurch muss nur noch die Schmutzwasserleitung mit den Anschlüssen gelegt werden«, so Rauer. Neben der konjunkturellen Situation im Tiefbausektor sei dies der entscheidende Grund dafür, dass die Gesamtmaßnahme deutlich günstiger kommt als erwartet. Die Anschlüsse werden bis an die Grundstücksgrenze verlegt werden. Ab dort können die Anwohner selbst tätig werden, auf das Angebot der Firma zurückgreifen, die auch die Kanalisationsarbeiten für die Gemeinde übernimmt, oder eine Firma suchen. Im ersteren Fall ist die Abnahme durch den Kanalaufseher erforderlich.
Beiträge fallen nicht mehr an, so der Ortsvorsteher. Was an Investition auf dem jeweiligen Grundstück erforderlich sein wird, hänge von der Zahl der Schächte und der Länge der Zuleitungen ab

Rund 1500 Euro, schätzte Rauer, werde ein Schacht im Rahmen des günstigen Gesamtangebots wohl kosten - »ein stolzer Preis«, so spontan einer der Anlieger.
Diskutiert wurde auch die Verkehrsführung. Es werde abschnittsweise gearbeitet und der Graben so rasch wie möglich wieder verfüllt, versicherte Rauer, in den Sackgassen Ludwig- und Albertstraße könne es zu Schwierigkeiten kommen. Die Nesselrieder Straße könne, weil nur eine Leitung zu verlegen ist, halbseitig befahrbar bleiben. Ob nur der Busverkehr zugelassen und der übrige Verkehr umgeleitet wird, sei noch offen.
14 Firmen hatten für die Arbeiten ein Angebot abgegeben. Mit 317 500 Euro war die Firma Schöpf aus Oberharmersbach am günstigsten, sie soll den Auftrag erhalten. Hinzukommen noch, so Benz, rund 120 000 Euro für Maßnahmen der Stadtwerke. Insgesamt liege man aber deutlich im Kostenrahmen – im Haushalt sind 2010 und 2011 insgesamt 700 000 Euro eingeplant.
Vertreter des Bauamtes und der Stadtwerke werden zudem vor Beginn der Arbeiten im entsprechenden Streckenabschnitt mit allen Grundstückseigentümern Einzelgespräche führen.

STICHWORT
Fünf Maßnahmen gegen Hochwasser
Um die Hochwassergefahr für Nußbach und Zusenhofen zu beseitigen, wurde ein Hochwasserkonzept entwickelt, das insgesamt fünf Maßnahmen zur Rückhaltung des Oberflächenwassers und zur Verbesserung der Abwasserbeseitigung umfasst.
Verwirklicht sind davon ein Rückhaltebecken an der B 28-Auffahrt Zusenhofen, das Rückhaltebecken »Erbmatt« in Nußbach und der Entlastungskanal Erbbach/Müllener Straße gebaut. Mitte Oktober folgt als vierter Schritt die Entlastung der Nesselrieder Straße einschließlich Ludwig- und Albertstraße. Dann fehlt dann nur noch eine Maßnahme in der Zusenhofener Straße, wo eine 300-Millimeter-Regenwasserleitung auf 500 Millimeter aufdimensioniert werden soll.

 

 

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Veröffentlicht in Nußbach

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