In der Kläranlage wurde gespart

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Vor allem die Energiekosten gingen zurück

Zu seiner 71. Verbandsversammlung trat der Abwasserverband »Vorderes Renchtal« am Dienstagnachmittag im Bürgerhaus in Erlach zusammen. Zentrales Thema war die Feststellung der Jahresrechnung 2006.

 

Im Mittelpunkt der Versammlung des Abwasserverbands »Vorderes Renchtal« stand die Feststellung des Jahresrechnung 2006. Wie Verbandsrechner Karl-Heinz Moll andeutete, gab es einen Hinweis der Gemeindeprüfung im Hinblick auf den zeitlichen Ablauf, bis ein solcher Beschluss gefasst werden kann Angesichts der Vorberatung in den vielen Ortschaftsräten und drei Verbandsgemeinden sei das kaum schneller zu schaffen.
Moll legte das Zahlenwerk vor. Der Gesamthaushalt 2006 schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit ca. 2,6 Millionen Euro, davon entfallen ca. 1,6 Millionen Euro auf den Verwaltungs- und ca. 957 000 Euro auf den Vermögenshaushalt. Die Investitionsrate betrug 36 194 Euro, der Endstand der allgemeinen Rücklage 87 786 Euro. Das Anlagevermögen bezifferte Moll mit ca. 7,1 Millionen Euro, darin sind im Deckungsplan bei den Passiva auch Darlehen von ca. 1,7 Millionen Euro enthalten.
Wie Moll weiter erläuterte, liege das Rechnungsergebnis um rund 89 261 Euro unter dem Haushaltsplan. Der Verwaltungshaushalt fiel um 5,12 Prozent niedriger aus als geplant. Überschreitungen gab es beim Unterhaltungsaufwand der Kläranlage mit 33 845 Euro, im Betriebsbereich wurden 11 748 Euro weniger ausgegeben als vorgesehen. Die Einsparungen beliefen sich auf 50 771 Euro, darunter allein die Hälfte als geringere Energiekosten der Anlage. Auf der Einnahmeseite des Betriebsbereichs wurden 18 408 Euro mehr eingenommen als geplant, darunter allein 7579 Euro aus der Stromeinspeisung. Als Folge konnte die Betriebskostenumlage der Verbandsgemeinden gegenüber dem ursprünglichen Planansatz um 30 156 Euro gesenkt werden

Gebundene Mittel
Ähnlich positiv verlief auch die Entwicklung im Finanzbereich. Dank der Festgeldanlagen sowie niedrigerer Zins- und Tilgungsleistungen konnte die Finanzkostenumlage um rund 33 000 Euro gegenüber dem Planansatz auf 100 135 Euro abgesenkt werden. Der Vermögenshaushalt schließt mit 956 987 Euro ab. Von den für die Kläranlage veranschlagten Mitteln wurden 650 000 Euro als Haushaltsreste auf 2007 übertragen. Diese Mittel sind gebunden, etwa an die Erneuerung der Siebbandpresse, Passiermaschine sowie Rechen und Sandwäscher.
Über den Mindestbetrag
Wie Moll weiter ausführte, gab es im Finanzbereich nur wenige Abweichungen vom Haushaltsplan. Durch die Tilgung von 30 400 Euro verringert sich der Schuldenstand zum Ende des Jahres auf ca. 1,75 Millionen Euro, bei 17 500 angeschlossenen Einwohnern entspricht das einer Pro-Kopf-Verschuldung von gut 100 Euro. Der Rücklagenbestand verringerte sich auf 87 786 Euro und liegt damit noch gut 54 000 Euro über dem gesetzlichen Mindestbetrag. »Mit diesem Zahlenwerk können wir insgesamt zufrieden sein«, so das Fazit von Renchens Bürgermeister und Verbandsvorsitzenden Bernd Siefermann. Die Feststellung der Jahresrechnung durch die Versammlung erfolgte einstimmig.

 

Jetzt klicken und 10 Tage kostenlos Zeitung lesen

Werbung

Veröffentlicht in Erlach

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post