IG Funkmast will Schilder aufstellen

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Waldulmer Initiative sucht Grundstücksbesitzer

 

Auch nach der Genehmigung des BOS-Funkmasts in Waldulm (wir berichteten) setzt die IG Funkmast ihre Aktivitäten fort
Vorsitzender Bernhard Falk berichtete am Freitag nahe des Bauplatzes beim Ringelbacher Kreuz, dass es Einsprüche gegen die Genehmigung gebe und schon im baurechtlichen Verfahren viele Bedenken geäußert worden seien. Da wohl alle nicht relevant für das Baurecht sind, das von sehr hohen Grenzwerten ausgehe, seien die Möglichkeiten äußerst gering, den Bau des 50-Meter-Masts zu verhindern, wenn sich die Gemeinde denn so stelle, wie derzeit geschehen.
Betreiber angeschrieben
Bürgermeister Hattenbach, so erklärte Falk, habe erläutert, dass der Vertrag für den Funkmast 15 Jahre gelte. Danach werde jährlich verlängert, bei ausbleibendem Bedarf müsse der Betreiber rückbauen. Der Bürgermeister habe die Funknetzbetreiber angeschrieben, die Strahlenbelastung zu reduzieren und gegenüber der IG auch deutlich gemacht, dass der Gemeindeversicherungsverband keine Problematik sehe, hinsichtlich der Risiken für die Gemeinde einzutreten.
Das bessere Beispiel erkannte Falk in Schopfheim, wo die Gemeinde kein Baugelände zur Verfügung gestellt habe. Die IG soll jetzt Flagge zeigen und weiter über die Gefahren der Strahlen informieren, war man sich einig.
Genügend Masten
Franz Huber stellte die Schilder vor, für die nun Grundstücksbesitzer gesucht werden. Immerhin, so Erich Laber, stehen in Kappelrodeck Funkmasten im Käferwald, auf dem Schloss, in den Bernhardshöfen, im Besenstiel und auf dem Pfarrberg. Deren Nähe wolle man nun auch für die Schilder suchen

Darüber hinaus, so war man weiter einig, will man Gesundheitsdaten von Anwohnern und Vermögenswerte der Häuser vor dem Bau des Masts dokumentieren. »Wir wollen gegebenenfalls nachweisen können, wie sich die Werte verändern«, so Bernhard Falk. In Spanien würden laut Falk nach Krankheitsfällen mittlerweile Funkmasten wieder abgebaut, in Holland verlangten die Feuerwehrgewerkschaften nach alten Funkgeräten.
Der Klageweg über das Verwaltungsgericht sei wohl nicht machbar, da zu teuer. Zu einer Informationsveranstaltung will man noch im Herbst nach Kappelrodeck oder Oberachern einladen, um noch mehr Öffentlichkeit zu erreichen.

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