Große Vorfreude auf neues Bildungshaus
In Waldulm werden Kindergarten und Grundschule noch stärker verzahnt / Kinder profitieren davon.
Seit drei Jahren gibt es in Baden-Württemberg 33 Modellstandorte von Bildungshäusern, davon bislang nur eines im Ortenaukreis. Vom Land wurde nun eine zweite Tranche mit weiteren Bildungshäusern ausgeschrieben, auf die sich rund 160 Orte bewarben, darunter Kappelrodeck »Für uns war es ganz klar, dass wir mit Nachdruck und guten Argumenten für einen Standort in Waldulm kämpfen«, sagt Bürgermeister Stefan Hattenbach.
»Das Konzept ist schlüssig und zukunftsweisend, entspricht der Ausrichtung von Kindergarten St. Maria und Schule in Waldulm, wir passen genau in den Förderrahmen dieser Ausschreibung«, so Hattenbach. Kindergartenleiterin Verena Eckstein und Rektorin Brigitte Brodbeck haben schon frühzeitig die Grundlagen für den Aufbau zum Bildungshaus gelegt, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde.
Brodbeck: »Unsere Grundschule arbeitet bereits seit vier Jahren intensiv mit dem Kindergarten zusammen. Einmal wöchentlich kommen die Schulanfänger zu uns, um sich auf die Schulzeit vorzubereiten. Auf die gemeinsamen Hofpausen freuen sie sich immer sehr.« Persönlich hatte der Bürgermeister für das Projekt geworben und Kooperationspartner wie den Männergesangverein Waldulm oder den TV Kappelrodeck ins Boot geholt. Lange dauerten die Gespräche nie, auch die Pfarrgemeinde war schnell überzeugt.
Die künftig noch engere Zusammenarbeit und verbesserte Unterstützung von Kindergarten und Grundschule wird nun auf eine bessere Basis gestellt. Die Umsetzung inhaltlicher Konzepte ist das, worauf sich die Kinder freuen dürfen. Der Verbund ermöglicht gute Fördermöglichkeiten, einen optimalen Schulstart und eine individuell zugeschnittene Bildungsbiographie. Verena Eckstein ist überzeugt: »Die Ziele des Bildungshauses lassen sich mit der Umsetzung des Orientierungsplans optimal verknüpfen. Die noch frühere Verzahnung frühkindlicher Bildung intensiviert das Miteinander, Freundschaften bleiben erhalten, der Eintritt in die Schule ist noch reibungsloser.«
Chance für kleinen Ort
»Wir dürfen es in unserer heutigen demographischen Situation nicht zulassen, nur eine einzige Begabung unserer Kinder unentdeckt zu lassen. Jedem Kind muss eine optimale Kindergarten- und Schulzeit ermöglicht werden«, so Hattenbach. Für kleine Einheiten im ländlichen Raum sei es eine große Chance, sich durch gute Arbeit zu profilieren.
»Im Bildungshaus wird es drei Teilschritte geben, die die Kinder durchlaufen. Die Sprachförderung jedes Kindes wird aber ständig vorkommen«, so Brigitte Brodbeck.
Trotz der zusätzlichen Arbeiten freut sich Verena Eckstein auf den Start im nächsten Jahr: »Wir sind uns bewusst, dass es nicht immer leicht sein wird. Mit positiver Unterstützung aller Beteiligten wird unser Bildungshaus aber eine Bereicherung sein.«
Stefan Hattenbach (links) und Sibylle Simon (rechts) übergeben als Träger Brigitte Brodbeck (Zweite von links) und Verena Eckstein die Zusagen für das Bildungshaus in Waldulm.
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