HINTERGRUND
Müllener Wehr
Nicht an den Kosten, sondern am Wasser war 2006 der Umbau des Müllener Wehres gescheitert. EU und Land hätten ihn komplett bezahlt, dafür aber verlangt, dass 800 Liter Wasser pro Sekunde durch die Wehröffnung in die Rench fließen. Dann hätte das Gewässer einen guten ökologischen Zustand erreicht Die Müllener Wehrgenossenschaft, die am Kanal ihre Mühlen betreibt, bestand auf 300 Litern Restwassermenge pro Sekunde.
Nun hat das Regierungspräsidium Freiburg ein neues Gutachten erstellt: Es setzt einen Abfluss von 700 Litern pro Sekunde »als absolutes Minimum für den Erhalt einer fischökologischen Basisfunktionsfähigkeit« voraus, so Bernhard Burkart, Leiter des Referats Gewässer I. Ordnung beim RP. Die Bewertung berücksichtige die erfolgten Änderungen in Stadelhofen und setzt Maßnahmen, wie die Umgestaltung der Rench oberhalb von Erlach, voraus. Ohne diese Aufwertung sei ein höherer Mindestabfluss erforderlich. Zuständig sei nun das Landratsamt Offenburg. Laut dessen Sprecher Christian Eggersglüß wollen Wehrgenossen und Behörden nach den Ferien das Gutachten und die Gesamtlage besprechen. Der Vorsitzende der Wehrgenossenschaft, Matthias Walz, wollte sich nicht zum Thema äußern.
Der Umbau des Müllener Wehrs steht weiter aus.