Heimische Moose im Blickpunkt

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Naturschutzzentrum Ruhestein bietet Einstiegsseminar an / Artenbestimmung ist schwierige Sache

Am Mittwoch, 13. Oktober, bietet das Naturschutzzentrum Ruhestein unter der Leitung von Geograf Charly Ebel in Zusammenarbeit mit der Akademie für Natur- und Umweltschutz Stuttgart von 10 bis 17 Uhr ein Einstiegsseminar über heimische Moose an, bei dem man Artenvielfalt hautnah erleben und bestaunen kann.

 

http://www.baden-online.de/news/images/news_lokales/artikel_arz/20680_1.jpgIn Baden-Württemberg sind aktuell mehr als 835 verschiedene Moosarten bekannt, die durch eine großartige Farben- und Formenvielfalt beeindrucken. Jede vierte Pflanzenart ist im deutschen Südwesten damit ein Moos Moose eignen sich als Bioanzeiger, weil sie weltweit in fast allen Lebensräumen vorkommen und in Hochmoorgebieten (als Torfmoose) bis zu 90 Prozent der Pflanzenmasse bilden. Doch aufgrund ihrer geringen Größe ist es häufig schwierig, diese faszinierende Artengruppe überhaupt richtig wahrzunehmen und die Arten zu bestimmen.
Die Kenntnis der verschiedenen Moosarten ist deshalb Grundlage für die Beurteilung von Lebensräumen in der Landschaftsplanung und im Naturschutzmanagement. Schwerpunkt der Veranstaltung ist die Vermittlung von Arten- und ökologischen Kenntnissen über die Moose für die berufliche und ehrenamtliche Praxis, eine Einführung in die Bestimmung der Moose sowie eine Vertiefung des gelernten bei einer Exkursion in die Wald- und Moorlandschaft des Nordschwarzwaldes. Neben Fachpublikum (Mitarbeiter aus Naturschutz- und Forstverwaltung, Planungsbüros, Landschaftsführer) sind alle an Moosen interessierten Besucher willkommen. Eine Tagungsgebühr von 40 Euro wird erhoben.
Am Sonntag, 17. Oktober, haben Interessierte die Gelegenheit dazu, Urwaldatmosphäre zu schnuppern. Um 9 Uhr startet eine Führung vom Ruhestein (Treffpunkt Naturschutzzentrum) in den Bannwald am Seekopf. Auf einer vierstündigen Tour, die auch an den romantischen Wildsee führt, wird Wolfram Hessner vom Naturschutzzentrum den geheimnisvollen Bannwald und einige seiner zahlreichen Bewohner aus der Pflanzen- und Tierwelt vorstellen

Der Abstieg zum Wilden See erfordert Trittsicherheit, die Wanderung etwas Ausdauer.
Für alle Veranstaltungen ist wegen eine Anmeldung im Naturschutzzentrum erforderlich, • 07449/91020.

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Auf die Suche nach verschiedenen Moosarten machen sich Seminarbesucher beim Naturschutzzentrum. Im Bild: das Frauenhaarmoos.

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Veröffentlicht in Oberkirch

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