»Festtagsauflauf« für den Primizianten

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

1000 Gäste verfolgten Jürgen Schindlers erste Eucharistiefeier / Ein »unfassbares Erlebnis«

Am Pfingstmontag feierte der Neupriester Jürgen Schindler seine Primiz in seiner Heimatgemeinde Erlach.

 

»Habe ich die Liebe nicht, so bin ich nichts«, lautet der Primizspurch von Neupriester Jürgen Schindler. Dieser war zur Feier am Pfingstmontag groß in der Erlacher Pfarrkirche St. Anastasius angebracht Vor dem Gottesdienst, in dem Schindler seine erste Eucharistie feierte, wurde er von seinem Elternhaus mit Gesang und Musik abgeholt. Zahlreiche Priester, Ministranten, Verwandten sowie Gäste begleiteten ihn zur Kirche. Der Weg führte vorbei an festlich geschmückten Häusern und Gärten. Vorausmarschiert war der Musikverein, in dem Jürgen Schindler seit 20 Jahren aktiv ist. Auch am Wegesrand erwiesen die Erlacher ihrem Neupriester die Ehre.
Die gesamte Primizfeier wurde in Bild und Ton in die Kornenhalle übertragen. Pfarrer Albert Lehmann begrüßte die etwa 1000 Besucher in Kirche und Halle, die damit ihre tiefe Verbundenheit mit Jürgen Schindler zum Ausdruck brachten. Der Neupriester selbst wies darauf hin, dass vor über 2000 Jahren eine Revolution der Liebe um die Welt ging. »Jede Revolution beginnt mit einem Auflauf«, dies war damals so und auch in Erlach scheint ein Auflauf besonderer Art zu sein. Mit auflockernden Worten stellte er den Bezug her zu den 15 mitfeiernden Priestern, unter ihnen auch die mit ihm geweihten Neupriester Stefan Meisert und Christian Hess.
Etwas Revolutionäres
Die Festpredigt hielt Pfarrer Thomas Fürst, der den Bezug zu dem Ausspruch von Jürgen Schindler herstellte: »Jede Revolution beginnt mit einem Auflauf.« Eigentlich ist dies nichts Besonderes und doch zeigt sich, dass sich Erlach vom Alltagsdorf zu einem Festtagsdorf gemausert hat. Darin steckt schon etwas Revolutionäres, denn damit bekennen sich die Einwohner zu Jesus Christus

 

Um diese Revolution der Veränderung am Leben zu erhalten, braucht die Kirche profilierte Priester. Somit haben der Auflauf und die Vorbereitung ihren berechtigten Sinn, was jedoch auch in der Gemeinde fortgeführt werden muss.
Die Primizfeier umrahmten der Kirchenchor Erlach unter Rudolf Wörsching, die Gemeindeschola unter Michael Knaus, Kantor Nikolaus Indlekofer sowie Organist Andreas Rütschlin.
Nach dem Gottesdienst gab der Musikverein vor der Kirche ein Ständchen, ehe es gemeinsam zum großen Festzelt neben der Kronenhalle ging. Dort feierte die Gemeinde ein großes Fest, bei dem Primziant Jürgen Schindler viele Glückwünsche entgegennehmen konnte. »Der Weg war weit seit jener Zeit, in der der ‘kleine Knirps’ einen Hocker benötigte, um in der Dorfkirche als Lektor über den Ambo schauen zu können, bis hin zur feierlichen Priesterweihe in Freiburg«, erinnerte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Horst Öhler, der das Primiz-Gewand übergab.
Pfarrer Albert Lehmann überreichte zwei Stolen. Bürgermeister Bernd Siefermann bezeichnete es als das Verdienst des Neupriesters, dass die Gemeinschaft durch dieses bedeutende Ereignis so gestärkt wird. Zur Erinnerung schenkte er die Uhr der Stadt Renchen. »Dieser Primiztag ist ein Freudentag, ein Markstein im Leben der Gemeinde, ja das bisher größte gesellschaftliche Ereignis für Erlach«, so Ortsvorsteher Herbert König. Für die örtlichen Vereine überreichte er die Primiz-Hostienschale.
Für das Rahmenprogramm des Festes sorgten die Aurainschule und der Kindergarten mit dem professionell einstudierten Kindermusical »Der verlorene Sohn«. Ausgestellt waren die bisherigen drei Erlacher Kirchen, die originalgetreu Wendelin Spraul nachgebaut hatte.
Abendlob mit Segen
Den feierlichen Abschluss der Primizfeier bildete ein Abendlob in der Pfarrkirche. Für Jürgen Schindler waren die vergangenen Tage »ein unglaubliches und unfassbares Erlebnis«. Hierbei wies er nochmals darauf hin, dass dies ein Fest des Glaubens und der Gemeinschaft war. Neben den ergreifenden Worten, in denen er die vergangenen 28 Jahren wie Blitzlichter vorüberziehen ließ, gab es für alle Besucher den Einzel-Primizsegen.

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Veröffentlicht in Pfarrgemeinde

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