Erlach trauert um Friedrich Kräßig
Der langjährige Ortsvorsteher hat kommunalpolitische Akzente gesetzt / Verdienste in vielen Vereinen
Schnell verbreitete sich in Erlach die Nachricht vom plötzlichen Tod von Friedrich Kräßig. Viele Jahre hat sich der 70-Jährige im kommunalpolitischen Bereich und bei den Vereinen Verdienste erworben. 14 Jahre war er Ortsvorsteher in Erlach. Die Trauerfeier und Beerdigung findet am heutigen Montag, um 16.30 Uhr, in der Erlacher Pfarrkirche statt.
Friedrich Kräßig, der am 19. November 1935 in Erlach geboren wurde, war ein waschechter Erlacher. Mit vier Schwestern ist er aufgewachsen. Nach der Hauptschule besuchte er die Landwirtschaftsschule in Oberkirch und absolvierte die Baumwarteprüfung. 1962 heiratete Rosa Eckstein Gemeinsam mit seiner Frau trug er von 1965 bis 1979 die Heimatzeitung in Erlach aus.
Im Progresswerk in Stadelhofen absolvierte er eine Lehre als Maschinenschlosser. Ab 1978 betrieb er mit seiner Frau im Haupterwerb eine Landwirtschaft und übernahm er die Obstsammelstelle von Erlach, die er bis zur Auflösung im Jahre 2002 leitete.
Ebenso war er ab 1978 Geschäftsführer der Raiffeisen-Warengenossenschaft und bis zu seinem Tod war er Kassenwart im BLHV-Ortsverein. 1975 gründete Friedrich Kräßig den Kleintierzuchtverein Erlach. Mit Leib und Seele ging er seit einigen Jahren seinem größten Hobby nach – der Jagd in seinem eigenen Revier.
Im Vereinsleben von Erlach war der Jubilar seit vielen Jahren ein engagiertes und zuverlässiges Mitglied. Von 1951 bis 1976 war er aktiver Musiker. Seit Wiedergründung des Kirchenchores (1974) war er aktiver Sänger und und zugleich 13 Jahre zweiter sowie sechs jahre Vorsitzender. Er wurde danach zum Ehrenmitglied ernannt. Auch im Pfarrgemeinderat hatte die Stimme von Friedrich Kräßig Gewicht.
Bürgernah
Auf kommunalpolitischer Ebene hat sich der Verstorbene große Verdiente erworben. Von 1980 bis 1998 gehörte er dem Ortschaftsrat Erlach und von 1989 bis 1998 dem Stadtrat von Renchen an. Von 1984 bis 1998 war er Ortsvorsteher. Während seiner Amtszeit hat Friedrich Kräßig mit großem Engagement viel für ein positives Erscheinungsbild der Gemeinde getan
Hierzu zählten die Maßnahmen im Dorfentwicklungsprogramm, die Wiedereinrichtung der Grundschule und die Schaffung von Bauplätzen im »Zöllerhöf«. Während seiner Amtszeit standen für ihn immer die Anliegen der Bürger und Vereine im Vordergrund, denen er sich verantwortungsbewusst und uneigennützig widmete. Um den Verstorbenen trauern auch vier Kinder