Edle Tropfen und viel Musik

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Auch am Sonntag war bei der Winzerkirwi in Kappelrodeck einiges geboten / Führungen gut besucht

Auch wenn die »Zauberin vom Kapplertal« zum Finale der Winzerkirwi keine glückliche Hand hatte und sich dunkle Wolken und Regen über dem Rotweindorf einstellten, die »Kappler« ließen sich das Feiern nicht vermiesen und den Humor nicht nehmen.

 

Narrenzunft-Präsident Josef »Sepp« Müller schlich sich am Sonntag beim Platzkonzert auf dem Marktplatz klammheimlich als aufgedonnerte Dame unter die Trachtentanzgruppe Ottenhöfen, Schudivater Ludwig Kohler konnte trotz aufwärmender Moderatorenworte auch kein bessere Wetter herbei zaubern, während die Sänger vom MGV »Liederkranz« bei ihren Liedern »unter dem Zelt gesungen« allen einen heißen Tipp gaben: »Bleibe beim Wein, Wirt schenk ein«.
Unter Schirme gerückt
»Die Kappler können bei jedem Wetter schöne und fröhliche Feste feiern«. So das Fazit und Kompliment von Bürgermeister Stefan Hattenbach. »Einem richtig guten Fest macht das Wetter keinen Abbruch«, meinte Stefan Hattenbach nach der Rückkehr von der kulinarischen Weinwanderung, an der 280 Personen teilnahmen und an sechs Stationen Weine der »Hex vom Dasenstein« und »Kappler« Spezialitäten genießen durften. »Die Leute sind in den Lauben und unter den Schirmen einfach enger zusammen gerückt und hatten ihren Spaß«.
Eine sehr gute Resonanz gab es beim offenen Winzerkeller, wo allein 320 Personen an Kellerführungen teilnahmen und edle Tropfen der »Hex« verkosteten.
Der Müller Thurgau sei nahezu geerntet und mit 80 Öchsle im Schnitt konnte ein sehr guter Wert erzielt werden, so Kellermeister Marco Köninger. Die Trauben des Spätburgunders seien »kerngesund« und erste Proben ergaben Werte von deutlich über 80 Öchsle, so dass auch beim Rotwein ein sehr guter Jahrgang eingelagert werden könnte. Die Lese soll in 14 Tagen beginnen, geherbstet werde auch die Spezialität und Selektion »Alte Rebe« sowie erstmals die alte französische Sorte »Merlot«

Wie im vergangenen Jahr würden rund 1,2 Millionen Liter Hex vom Dasenstein« erwartet.
Am Sonntag stand das Kirwi-Finale mit verkaufsoffenem Sonntag, Bauernmarkt, Spielstraße und Platzkonzert auf dem Programm. »Schlag auf Schlag« präsentierte die Trachtenkapelle mit Vizedirigent Hubert Bürk eine zünftige Blasmusik, verwöhnte die Zuhörer mit dem »Böhmischen Traum« und geleitete sie auf die sonnige »Pfingstwiese«.
Badnerlied präsentiert
Außerdem erfreute der MGV »Liederkranz« unter der Leitung von Klaus Huber mit weinseligen Liedern »unter dem Zelt gesungen«, ließ die Liebe und den »König Wein« hochleben und sorgte mit dem herrlichen italienischen Bergsteigerlied »Benia calastoria« für »Sonnenschein« auf dem Marktplatz. Als dann Sänger, Musiker und Gäste im vereinten Chor das Badnerlied erschallen ließen, war die Stimmung perfekt. Das frohe Bild rundete die Trachtentanzgruppe Ottenhöfen mit Tanzleiter Christoph Lettner und Musiker Clemens Fritz (Moderation Konrad End) bestens ab, die eine schöne schwäbische Tanzfolge kredenzten, die »Kappler« und deren Bürgermeister »In der Nachbarschaft« grüßten, das »Mühlrad« munter drehten und den »Nagelschmied« zum Tanzen brachten. Für ein fröhlich singendes und klingendes Weindorf »Kappel« sorgten über die Festtage auch »Franzel«, »Alex«, »Montana music for you«, die Achertäler Partyband, Kult-DJ Sebbi und Manuel Kempf, die Waldulmer Rotweinschlotzer, der »Fröhliche Werner«, die Original Waldulmer Musikanten und der Musikverein Altenheim.

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Veröffentlicht in Kappelrodeck

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