Durch »Waldbühnd« wird Wasser teurer

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Jahresrechnung des Zweckverbands / Betriebskostenumlage der Stadt Renchen beträgt 87 000 Euro

Mit der Übertragung von Haushaltsresten aus dem Jahr 2005 und der Jahresabschlussrechnung des Zweckverbands »Wasserversorgung Vorderes Renchtal« beschäftigte sich der Gemeinderat am Montag.

 

Den Jahresabschluss 2005 des Zweckverbandes »Wasserversorgung Vorderes Renchtal« erläuterte Stadtkämmerer Karl-Heinz Moll in der Gemeinderatssitzung am Montagabend und ging auf die wichtigsten Daten ein Der Abschluss weist eine Bilanzsumme in Einnahmen und Ausgaben in Höhe von je 6,2 Millionen Euro auf und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert.
Die Finanzierung der Baukosten erfolgte über ein Darlehen in Höhe von 1,525 Millionen Euro, von den Verbandsmitgliedern wurden im Rahmen der Investitionsumlagen 239 819 Euro aufgebracht. Einiges weniger, als ursprünglich veranschlagt. Die Betriebskostenumlage erhöhte sich dagegen deutlich um 110 980 auf 661 871 Euro, daran ist Renchen für die Versorgung der Ortsteile Ulm und Erlach mit 87 000 Euro beteiligt.
Aufbereitungsanlage
Im Bereich der Wasserförderung und Wasserverteilung werden die Kosten in den kommenden Jahren gleichbleibend sein, so der Kämmerer. Durch die Ablagerungen von Eisen und Mangan im Verteilungsnetz werden Spülungen erforderlich. Hier sei mit Kosten von 20 000 Euro zu rechnen. Nach Fertigstellung der Aufbereitungsanlage und weiterer technischer Neuerungen im Bereich der Fernwirktechnik werde sich der Gestehungspreis im Jahre 2006 auf rund 73 Cent je Kubikmeter erhöhen.
Weitere Ausführungen galten der Auslastung des Wasserwerks, der Pumpanlagen und der Hochbehälter. Als geplante Bauvorhaben wurden die Ergänzung der Fernwirksoftware für 32 000 Euro sowie der Einbau von drei Unterstationen in den Behältern Nußbach, Bottenau und im Zwischenpumpwerk Bottenau für insgesamt 25 000 Euro genannt

 

Für die Fraktionen signalisierten Wolfgang Bär (FWV), Gerhard Schitt (CDU) und Heinz Schäfer (SPD) Zustimmung zum Jahresabschluss. Die Vertreter in der Verbandsversammlung wurden ermächtigt, bei der Beschlussfassung entsprechend abzustimmen. Heinz Schäfer bedauerte in diesem Zusammenhang, dass mit der Inbetriebnahme der Aufbereitungsanlage im Wasserwerk »Waldbühnd« eine Erhöhung des Gestehungspreises um 12 Cent je Kubikmeter verbunden war.
Zuvor hatte sich das Gremium mit der Übertragung von Haushaltsresten aus dem Jahr 2005 zu befassen. Ein Großteil dieser Haushaltsreste betrifft die Schulen, so im Vermögenshaushalt die Fertigstellung des Erweiterungsbaus mit allein 426 000 Euro und die Beschaffung der erforderlichen Möbel und Einrichtungen für 103 000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Haushaltsreste im Vermögenshaushalt auf 1,0169 Millionen Euro, im Verwaltungshaushalt auf 278 900 Euro, die Einnahmen aus dem Vermögenshaushalt bleiben unverändert.
Auch im Verwaltungshaushalt waren es vor allem die Schulen, die ihr Budget nicht ausgeschöpft hatten. Allerdings handelte es sich dabei vor allem um Rückstellungen aus den Zuschüssen des Landes zur Medienausstattung, und hier sei es sinnvoll, die Mittel zurückzustellen, bis eine Neubeschaffung von der Technologie her sinnvoll und angebracht erscheint. Wie schon bei den Stellungnahmen der Fraktionen ersichtlich war, erfolgte die Zustimmung zur Bildung der Haushaltsreste einstimmig.

 

Jetzt klicken und 10 Tage kostenlos Zeitung lesen

Werbung

Veröffentlicht in Erlach

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post