Das Moor soll weiter wachsen

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Naturpflegearbeiten auf der Hornisgrinde mobilisieren viele Helfer / Sperre soll Wasser im Moor halten

Wunderbares Wetter war der Lohn für rund 70 Helfer, die am Samstag am Naturpflegetag auf der Hornisgrinde teilnahmen. Zur Pflege des Hochmoores wurde unter anderem der Wasserstand angehoben.

 

Das Hochmoor auf der Hornisgrinde ist nicht nur eine einzigartige Naturlandschaft, sondern generell sind Moore auch Kohlenstofflager und nehmen Kohlendioxid auf, so lange sie wachsen. Somit ist ihr Schutz vor Bewaldung, Verbuschung und Austrocknung ein echter Beitrag zum Klimaschutz Ganz abgesehen davon erfreuen sich auf der Hornisgrinde jedes Jahr unzählige Ausflügler und Wanderer Jahr für Jahr an der einzigartigen Hochmoorlandschaft.
Um diese zu erhalten, fanden sich am Samstag viele freiwillige Helfer zum Naturpflegetag auf der Hornisgrinde ein, bewaffnet mit Astscheren und Sägen, mit Hacken, Spaten, Schaufeln und weiterem Arbeitsgerät. Ein strahlend blauer Himmel und warmes Frühherbstwetter belohnte die rund 70 Aktivisten des Schwarzwaldvereins und der Kappelrodecker Waldjugend, der Bergwacht Achertal und der Ortsgruppe Karlsruhe, vom Verein Bühler Sterngucker und von den Amateurfunkern Karlsruhe sowie von der Ignaz-Heim-Schule Renchen.
Weg mit Eindringlingen
Revierförster Günter Weissinger koordinierte den Arbeitseinsatz für die Naturpflege, Charly Ebel vom Naturschutzzentrum am Ruhestein unterstützte ihn dabei. Rund um den Hornisgrindeturm waren so erwachsene und zahlreiche jugendliche Naturpfleger unterwegs, um Fichten und andere unerwünschte Eindringlinge aus dem Hochmoor herauszuschneiden, Unrat und Müll zu entfernen und die Fläche um die Hütte der Bergwacht wieder zu öffnen.
Einer besonderen Maßnahme widmete sich die Bergwachtjugend der Ortsgruppe Achertal mit dem Biologen Pascal von Sengbusch

Die Jugendlichen und ihre erwachsenen Begleiter halfen dem Wissenschaftler, einen Entwässerungsgraben mit einer Sperre zu versehen, um den Wasserstand im Ökosystem Hochmoor wieder anzuheben.
Anaerobe Bedingungen
Mit einer solchen Anhebung und Vernässung des Moores sollen, wie der Biologe im Verlauf der Arbeiten erklärte, wieder anaerobe Bedingungen im Torf des Moores hergestellt werden. Sie sind unabdingbare Voraussetzung dafür, dass das Moor weiter wachsen kann, dass sich Torfmoose bilden und nicht die Rasenbinse die Fläche überwuchert. Auch die für das Hochmoor typische Rosmarinheide kann sich durch solche Renaturierungsmaßnahmen vitaler entwickeln. Die Nut- und Feder-Bretter für die Sperre hatte von Sengbusch alle vorbereitet. Stück für Stück wurden sie, nachdem der Boden mit der Motorsäge für die Sperre geöffnet war, in den Boden getrieben und am Ende des Naturpflegetages stand die Sperre.
Rund fünf Stunden dauerte der Arbeitseinsatz der fleißigen Helfer, wofür Seebachs Bürgermeister Reinhard Schmälzle im Namen der Anliegergemeinden Sasbachwalden, Sasbach, Seebach und Baiersbronn dankte. Mit einem zünftigen Mittagessen beim Hornisgrindeturm wurde der Naturpflegetag abgeschlossen.

Jetzt klicken und 10 Tage kostenlos Zeitung lesen

 

www.pricecrash24.com

Werbung

Veröffentlicht in Achern

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post