Tiere, Trachten, Modetrends
Acherner Bauernmarkt zog Tausende von Besuchern an / Lebenshilfe-Werkstätte mit Spende bedacht
Trachtenträgerinnen aus Gutach waren ein besonderer Augenschmaus beim Herbst-Bauernmarkt. Er fand zum 31. Mal statt, hatte mit 110 Marktleuten eine stattliche Größe und zog Besucher in hellen Scharen auf das Marktgelände und in die extra lang geöffneten Fachgeschäfte.
»Wir tragen die Tracht unserer Oma!« Strahlend und stolz standen Anna und Luisa Mantel am Samstag mitten auf dem Acherner Bauernmarkt und zogen die Blicke der Besucher auf sich, denn die beiden jungen Damen präsentierten bei einer Aktion von »Achern aktiv« die herrliche Gutacher-Tracht mit dem dazu gehörigen original »Bollenhut«. Wer Lust hatte, durfte sich zwischen die beiden Schwarzwaldmädels stellen, wurde fotografiert und bekam sofort und ein Bild geschenkt.
»Heute sind unglaublich viele Elsässer hier«, meinte ein Marktbeschicker, der sich wie andere auch sehr erfreut über die große Resonanz und die Tatsache äußerte, dass die Besucher bei den Marktleuten nicht nur schauen, sondern auch einkaufen.
Herbstlicher Warenkorb
Hierzu hatten sie bei dem vielfältigen Angebot aus heimischen Obstgärten, Feldern und Gärten auch reichlich Gelegenheit, denn es gab alles, was der goldene Oktober an Früchten und Farben zu bieten hat. Ob Äpfel getrottet wurden, Schnaps aus der Destille lief, ob das Spinnrad schnurrte oder Körbe und Strohschuhe geflochten wurden – neben dem prall gefüllten und herbstlich dekorierten Warenkorb hatte der Markt vieles zu bieten und die Kinder hatten ihren Spaß im Streichelzoo.
Neu war, dass die Kirchstraße auf Höhe des Adlerplatzes in das Marktgeschehen einbezogen war und hier das Kaufhaus Peters einen Laufsteg aufbaute, auf dem Models die modischen Trends der neuen Herbst- und Wintermode für Kinder, Damen und Herren präsentierten. »Very british« lautete nebenan im Modehaus Pfeiffer das Motto, wo die britischen Karos für einen Hauch von England sorgten
Wie stets gab es von Peters guter Backstube ein Riesenbackwerk, das zu Gunsten der Acherner WDL-Werkstatt verkauft wurde. 35 Meter war der Hefezopf lang, gefertigt war er aus heimischen Produkten, unter anderem Milch vom Aspichhof. So machte es Oberbürgermeister Klaus Muttach und dem Vorsitzenden von Achern aktiv, Frank Limberger, noch mehr Spaß, mit dem neuen WDL-Geschäftsführer Harald Unser, dem WDL-Vorsitzenden Frank Breuninger und den Marktmeistern Birgit Kleint und Eberhard Dinger das Backwerk anzuschneiden.
Wohnheim in Achern
Der Oberbürgermeister hob die Bedeutung des Marktes als Anziehungspunkt für Menschen aus der Region hervor. Frank Breuninger betonte, dass in Achern seit Jahren Menschen mit Behinderung ganz selbstverständlich ins Leben einbezogen seien. Voraussichtlich Anfang 2011 werde in Achern mit dem Bau eines Wohnheimes der Lebenshilfe begonnen und damit belegt, dass sich die WDL in Achern wohl fühle.
Jetzt klicken und 10 Tage kostenlos Zeitung lesen
