»Bouldern« ist bei Kindern und Jugendlichen angesagt
Neue Kletterwand für Pausenhof der Förderschule / Großes Gemeinschaftsprojekt
Mit der Tatkraft vieler Helfer errichtete die Altstadtschule auf ihrem Pausenhof eine neue Kletterwand. Diese kann auch außerhalb der Schulzeit öffentlich genutzt werden. Das »Klettern ohne Seil und Gurt« fand bereits regen Zuspruch.
Ein großes Gemeinschaftsprojekt auf dem Pausenhof der Altstadtschule konnte bereits vor ein paar Wochen fertiggestellt werden, die feierliche Einweihung fand am Dienstagmittag statt: Unter der Leitung von Rektor Norbert Langenecker errichtete die Förderschule eine neue, sogenannte »Boulder-Kletterwand« (engl. »boulder«/Felsblock). An dieser, knapp 2,10 Meter hohen Wand mit verschiedenfarbigen Haltegriffen ist das Kraxeln auch ohne Kletterseil und Klettergurt möglich – jeder haftet für sich selbst, Eltern für ihre Kinder, so Langenecker. Laut Vorschriften ist das »Drüberklettern« verboten, Seitwärtsklettern aber uneingeschränkt möglich. »Durch den speziellen, feinkörnigen Kies an der Unterseite der Anlage ist die Verletzungsgefahr bei einem möglichen Absturz auf ein Minimum reduziert worden«, erklärte Langenecker. Zusätzlich zu der Kletterwand konnten eine Sitzbank und ein neuer Abfallbehälter aufgebaut werden. Außerhalb der Schulzeit steht der Pausenhof als öffentlicher Spielplatz zur Verfügung.
Schweißtreibende Arbeit
In den vergangenen Wochen habe das »Bouldern« bei Kindern und Jugendlichen bereits regen Zuspruch erfahren. Bei der offiziellen Vorstellung der Kletterwand bedankte sich der Schulleiter ausdrücklich bei allen an diesem Gemeinschaftsprojekt beteiligten Firmen und Institutionen: So entfernten Schüler der 8. Klasse im Rahmen eines Pausenhofprojektes unter der Leitung der ehemaligen Fachkraft der Altstadtschule, Christian Weber, den vorhandenen Heckenzaun und beteiligten sich an den Erdarbeiten – das nötige Gelände war zuvor von der Katholischen Kirchengemeinde bereitgestellt worden. »Das war eine sehr schweißtreibende Arbeit, da es mitten im Juli stattfand«, schmunzelte Langenecker. Dem Bauhof der Stadt Oberkirch, stellvertretend nannte er Leiter Georg Knapps und Spielplätzebeauftragten Artur Strack, dankte er für die tatkräftige Unterstützung bei den Beton- und Erdarbeiten und das Zurverfügungstellen technischer Geräte. Die Statik-/Tüv-Abnahme wurde ebenso vom Bauhof vollzogen. Auch über Materialspenden der Firma Fischer Edelstahlrohre aus Fautenbach und Modell- und Formenbau Bahr aus Oberkirch konnten sich die Macher freuen. Mitarbeiter der Firma Bahr, Joachim Trayer, war als erfahrener Kletterer für die Gestaltung der Kletterwand zuständig. Finanzielle Unterstützung kam von der Volksbank Offenburg. »Es ist schön zu sehen, dass sich hier etwas tut, wir sind dankbar für die großartige Unterstützung. Nun können sich die Kinder und Jugendlichen so richtig austoben«, so der Schulleiter.
Bürgermeister Franz Müller dankte ebenfalls allen Helfern und Spendern, die diese »tolle Sache für die Förderschule, aber auch für die Allgemeinheit« möglich gemacht haben. »Diese Kletterwand bereichert das Angebot für Kinder und Jugendliche der Schule, aber auch der ganzen Stadt.«
Feierliche Einweihung der neuen Kletterwand im Pausenhof der Altstadtschule Oberkirch: von links Niclas Oehler und David Klaiss, Joachim Trayer, Norbert Langenecker (Schulleiter Altstadtschule), Harald Bahr, Bürgermeister Franz Müller und Bernhard Rendler
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