»Besondere Stunde« in der Erlacher Kirche

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

»Edith-Stein-Fenster« wurde präsentiert und geweiht / Das Positive spiegelt sich in den leuchtenden Farben wider

Die Erlacher Pfarrkirche schmückt über dem Haupteingang ein »Edith-Stein-Fenster«, das von der Oberkircher Künstlerin Manuela Bijanfar gefertigt wurde. Im Rahmen einer besinnlichen Stunde wurde es offiziell vorgestellt und geweiht.

 

Edith Stein soll künftig als Co-Patronin in Erlach verehrt werden (wir berichteten). Pfarrer Albert Lehmann ging in seiner Ansprache auf das Leben von Edith Stein ein, die immer auf der Suche nach dem Sinn und Ursprung des menschlichen Daseins war Trotz ihres schweren Lebens sei sie kein trauriger oder verbissener Mensch gewesen, »sie hatte ein fröhliches, heilendes und ausstrahlendes Herz. Eine Botschaft des Friedens sei von ihr ausgegangen, selbst inmitten einer Atmosphäre des Todes und brutaler Gewalt. »Edith Stein bildete eine wunderbare Brücke zwischen dem Christen- und Judentum«.
Die Künstlerin Manuela Bijanfar brachte das Jüdische und Christliche in Verbindung mit der furchtbaren Zeit von Edith Stein im Konzentrationslager. In einer Zeit, in der Edith Stein den Menschen im KZ Mut gemacht hat. Der Stacheldraht, welcher durch das Bild zieht, symbolisiert die Unterdrückung, Verfolgung und Ermordung von Millionen von Juden. Das Positive spiegelt sich in den leuchtenden, frohen Farben wider. Diese veranschaulichen die positive Kraft der lebensbejahenden Edith Stein, die letztlich den Sieg über die Grausamkeit errungen hat. Das weiße Gewand von Edith Stein sei Symbol für ihren unschuldigen Tod und zugleich die Farbe des Friedens.
Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Horst Öhler zitierte beeindruckende Passagen aus Texten und Briefen von Edith Stein, die sie so menschlich machen. Einfühlsame Orgelstücke von Christoph Day und passende Lieder des Kirchenchores Erlach sorgten für die musikalische Umrahmung der »besonderen Stunde«.

 

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Veröffentlicht in Pfarrgemeinde

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