Baumgutachter: Sommerlinde ist ein Risiko
Es wird keine Rettung für die Sommerlinde an der Oberkircher Schlüsselbrücke geben. Der als »landschaftsprägend« eingestufte »großkronige und weithin sichtbare« Baum wird gefällt »Die Linde ist akut bruchgefärdet«, gab Oberbürgermeister Matthias Braun am Mittwochabend in der Sitzung des Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschusses das Urteil eines zugezogenen Baumsachverständigen wieder: »Sie sollte gefällt werden, da von ihr eine Gefahr ausgeht.«
Seit vielen Jahren bereitet die linde Probleme, da sie zunehmend morscher geworden ist und dadurch unter Versorgungsmangel, Totholzbildung und zunehmender Instabilität litt. Durch baumpflegerische Entlastungs- und Sicherungsmaßnahmen hatte die Stadt zuletzt versucht, die Sommerlinde zu retten.
Mitarbeitern des städtischen Bauhofs war bei Pflegemaßnahmen Ende Oktober aufgefallen, dass die Holzzersetzung so weit fortgeschritten ist, dass eine erhebliche Bruchgefährdung in der Krone bestand. Ein zugezogener Baumsachverständiger bestätigte diesen Eindruck in der Zwischenzeit. Wegen der akuten Bruchgefährdung empfahl er die umgehende Fällung des Baumes. Einzige Alternative wäre eine »Totalkappung«, also ein Sicherungsschnitt, nachdem die Linde aber nur noch als Torso für eine kurze Reststndzeit erhalten werden könnte, sagte Braun. Aus fachlicher und ästhetischer Sicht wurde diese Lösung aber verworfen. Eine Ersatzpflanzung soll allerdings vorgenommen werden.
Die morsche Linde bei der Schlüsselbrücke wird gefällt.
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