Arbeit im Weinberg wird lebendig
Umzug am Weinfestsonntag: Oberkirch feiert im September »60 Jahre Weinfest« / 54 Gruppen sind dabei
Der Festumzug »60 Jahre Weinfest« wird am Sonntag, 6. September, durch die Oberkircher Innenstadt ziehen. Alle Ortsteile, viele Vereine sowie Oberkirchs Partnerstädte beteiligen sich. 54 Gruppen haben sich bisher angemeldet und werden ihre Ideen rund um den Wein präsentieren.
Zehn Jahre sind seit dem letzten Weinfestumzug vergangen. Am Weinfestsonntag, 6. September, organisiert die Stadt Oberkirch erneut ein Großereignis in der Innenstadt mit attraktiven Themenwagen, Fußgruppen und viel Musik. Der Anlass: Oberkirch feiert »60 Jahre Weinfest« Start des Umzugs ist um 13.30 Uhr.
54 Gruppen nehmen an dem Umzug teil, darunter 24 geschmückte Wagen. Die beschäftigen sich mit dem Leben und der Arbeit im Weinberg und mit der Geschichte des Weines. Der Musikverein aus Oosterzele und die Majoretten aus Draveil vertreten die Partnerstädte. Die Oberkircher Ortsteile, viele Vereine und die Kindergärten sind ebenfalls mit von der Partie. Genau wie die Weinhoheiten der vergangenen 20 Jahre.
Verstärkt werden die Oberkircher Gruppen durch Abordnungen aus Erlach und Ulm, Nesselried, Lautenbach und Oppenau. Die Umzugsaufstellung findet in der Renchener Straße statt. Start ist auf Höhe des Gasthauses »Ochsen«. Von dort geht es Richtung August-Ganther-Straße und über die Stadtgartenstraße zur Hauptstraße. Über ein Stück der Appenweierer Straße führt der Weg bis zur Eisenbahnstraße. Der Umzug endet vor dem Bahnübergang Zollamt und löst sich in der Eisenbahnstraße auf.
In der am Umzugstag für Autos gesperrten Eisenbahnstraße werden die Themenwagen zur weiteren Ansicht aufgestellt. »Aus Sicherheitsgründen darf der Umzug nicht die innere Umfahrung queren«, erklärt Hermann Brüstle. Der Hauptamtsleiter rechnet mit einer Umzugsdauer von rund zweieinhalb, maximal drei Stunden.
Nach dem Umzug aufs Fest
Nach dem Umzugsende soll sich das fröhliche Treiben wieder aufs Weinfestgelände am Renchtalstadion verlagern. Dort spielen die »Original Sulmtaler« auf
Der ansonsten übliche volkstümliche Nachmittag fällt wegen des Umzuges aus. Wer die Krone der Renchtäler Weinprinzessin im Jubiläumsjahr tragen darf, ist noch ein Geheimnis. Die neue Oberkircher Weinhoheit darf sich aber auf eine neu gefertigte Krone freuen. Unterstützt wird sie während des Umzugs von der Badischen Weinkönigin. Parallel zum Jubiläum gibt es eine Ausstellung im Heimat- und Grimmelshausenmuseum. Die Sparkasse Offenburg/Ortenau ergänzt das Angebot durch die Kunstausstellung »Wein und Reben« und prägt während des Umzugs Münzen.
Am Rande
Feuerwehr zieht aus
Der Weinfestumzug am ersten Sonntag im September stellt die Ordnungskräfte vor eine Herausforderung. An den Bahnübergängen »Zollamt« und »Pfauen« werden Polizei und Feuerwehr für Sicherheit sorgen und den Verkehr regeln. Da sich der Umzug in der Eisenbahnstraße auflöst, müssen sowohl das Deutsche Rote Kreuz wie die Freiwillige Feuerwehr ihre Fahrzeuge aus den gewohnten Garagen auslagern. Sie werden an diesem Tag auf dem Gelände des Baumarktes Rendler geparkt, um im Notfall zum Einsatz ausrücken zu können.
Hintergrund
Narrenzunft hilft
Der Umzugsweg am Weinfestsonntag ist zwar nicht identisch mit dem Umzugsweg an der Fasent. Trotzdem zapft die Stadtverwaltung den närrischen Erfahrungsschatz an. Mitglieder der Narrenzunft Oberkirch (NZO) werden dafür sorgen, dass der Umzug rund läuft. Die Zunft übernimmt auch den Plakettenverkauf an den Zahlstellen. Der Eintritt kostet am Umzugstag 2,50 Euro. Im Vorverkauf, unter anderem im Bürgerbüro und in der Tourist-Information zwei Euro. Die NZO-Jugendgruppe wird von Haustür zu Haustür gehen, um die Plaketten anzubieten.
den Rebensaft drehte sich schon vor zehn Jahren alles beim bisher letzten Weinfest-Umzug. Dabei wurde frisch gepresster neuer Wein ausgeschenkt.