200 Sänger in einer Kirche

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

In Kappelrodeck erhält Dekanatschorleiter Josef Karch eine Würdigung seines unermüdlichen Einsatzes

Eine Ehrung der seltenen Art und einen riesigen Aufmarsch an Sängern und Musikern brachte der Chortag des Dekanats Acher-Renchtal mit den Kirchenchören aus den Seelsorgeeinheiten Lauf-Sasbachtal und Achertal einher.

 

Pfarrer Wendelin Faller sagte am Samstag in der Pfarrkirche St. Nikolaus, dass es der gelungen Renovierung zu verdanken ist, dass der »Achertäler Dom« mehr als 200 Sänger und dazu das umfangreiche Streichorchester der Heimschule Lender aufzunehmen vermag Zeitnah zum Fest der heiligen Cäcilia, Patronin der Kirchenmusik, sei es gern gepflegter Brauch, die Kirchenchöre des Dekanats zum gemeinsamen Lob Gottes zu versammeln, sagte Diözesanpräses Wolfgang Gaber.
Mit dem Choral »Ein Haus voll Glorie schauet« setzten die von Dekanatschorleiter Josef Karch dirigierten Chöre mit Streichern und Bläsern ein erstes Zeichen, wie die Kirchenmusik zur Festlichkeit der Liturgie beiträgt. Mit Kantor Oliver Bäuerle und Bezirkskantor Jürgen Ochs an der Orgel ließen Chöre und Orchester mit Anton Bruckners »Messe in C-Dur« und den mehrstimmig gehaltenen Rufen zum Evangelium und nach den Fürbitten auch erkennen, dass die Kirchenmusik im Acher- und Sasbachtal »ein Fenster zum Himmel« ist, wie Gaber angekündigt hatte.
Melodie, Harmonie und Takt, so Gaber bei der Predigt, seien nicht nur Teil des Musizierens, sondern versinnbildlichten auch Leben und Glauben jedes Menschen. Jeder dürfe sich als von Gott geschaffene eigene Melodie empfinden, sei mit eigenen Begabungen versehen und auch gefordert, mit anderen zu gemeinsamer Harmonie zu finden. Jeder Kirchenchor, so der Prediger, solle eine »sympathische Gemeinschaft« sein, in der mit- und füreinander gesungen wird. Den Takt, führte Gaber das dritte Element an, gebe ein Größerer vor

»Wir müssen zu dem aufschauen, der den Rhythmus des Lebens vorgibt.«
Aufwind spürbar
860 Kirchenchöre, 72 Kinder- und Jugendchöre, Gospel-, Ministranten- und Seniorenchöre bedeuteten derzeit einen riesigen Aufwind in der Erzdiözese, lobte Gaber alle musikalisch Engagierten und lud zur Diözesanwallfahrt 2011 nach Würzburg, Bamberg und Vierzehnheiligen ein.
Besonderen Dank ließ der Diözesanpräses Josef Karch zukomme: »Sie sind seit 30 Jahren Dekanatschorleiter, haben seit 65 Jahren als Organist und Kirchenmusiker Chöre und Gottesdienste musikalisch geprägt.« Als Anerkennung des herausragenden Einsatzes überreichte der Vertreter des Erzbischofs unter Beifall der Gottesdienstgemeinde ein aus Bronze gegossenes Patronale der heiligen Cäcilia.
Feierlich führten die Chöre und das Orchester Alexandre Guilmants »Ave verum« und das »Air« von Georg Friedrich Händel auf, ehe Chöre, Orchester und die Gottesdienstbesucher mit dem ebenfalls von Josef Karch gesetzten Chor »Nun danket alle Gott« den feierlichen Schlussakzent des Gottesdienstes setzten. Geselligen Abschluss fand der Chortag mit einer Begegnungsstunde im Gemeindesaal.

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Beim Dekanatschortag in Kappelrodeck bot die Pfarrkirche Raum für einen großen Aufmarsch der Chöre.

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Veröffentlicht in Kappelrodeck

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