Wildtiere brauchen im Winter Ruhezonen

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Naturschutzzentrum gibt Wanderern und Schneeschuhgehern Tipps fürs richtige Verhalten.

 

Nicht Schnee und Kälte, sondern Spaziergänger sind derzeit die größte Gefahr für Wildtiere. Einmal durch den Menschen aufgescheucht, verbrauchen sie durch Stress und auf der Flucht wichtige Energiereserven Rothirsch, Reh, Auerhuhn, Hase oder Marder zehren im Winter von ihren Fettreserven, um den widrigen und lebensfeindlichen Bedingungen der kalten Jahreszeit zu trotzen, heißt es in einer Mitteilung des Naturschutzzentrums Ruhestein. »Nicht wenige von ihnen haben es bei entsprechender Wetterlage besonders schwer und kämpfen dabei ums Überleben. Besonders wichtig sind deshalb störungsfreie Ruhezonen, in die sie sich zurückziehen können, um Energien zu sparen.«
Um zu zeigen, welche Tiere jetzt in den Wäldern leben und welche Strategien sie anwenden, um unbeschadet über die Winterzeit zu kommen, bietet das Naturschutzzentrum bei entsprechender Wetterlage an den Wochenenden geführte Wanderungen zum Thema »Überleben der Wildtiere im Winter« an. Falls dazu Schneeschuhe notwendig sein sollten, können diese für eine Gebühr von zehn Euro ausgeliehen werden. Teilnehmen können Jugendliche und Erwachsene. Eine Anmeldung ist im Naturschutzzentrum wegen begrenzter Teilnehmerzahl erforderlich. Für Gruppen können gesonderte Vereinbarungen getroffen werden. So sind auch geführte Langlauftouren möglich. Gegenüber den winteraktiven Wildtieren hätten die Menschen gerade jetzt eine besondere Verantwortung. Vor allem Schneeschuhwanderer und Langläufer richteten, meist ohne es zu wissen, erheblichen Schaden an, wenn sie abseits der Wege »Querfeldein« laufen und in die Wildruhezonen eindrängen. Die Tiere müssten unnötig Kraftreserven verbrauchen, die an anderer Stelle zum Überleben dringend benötigt werden (Nahungssuche, Schutz vor dem Auskühlen). Das könne nicht selten zum Tod der Tiere führen. Besonders gefährlich seien die im Schnee meist noch lange sichtbaren Spuren, die zum Nachgehen verleiteten und so die Störung stärker werden ließe.
Das Naturschutzzentrum möchte an alle Wintersportler, Wanderer und Schneeschuhgeher appellieren, folgende Verhaltensregeln einzuhalten: Unbedingt auf den markierten Wegen, Loipen und Schneeschuhtrails bleiben, auch wenn schon Spuren vom Weg abführen sollten. Keinen Tieren oder Tierspuren folgen. Hunde an der Leine führen. Sich in freier Natur möglichst ruhig verhalten. Mit Einbruch der Dunkelheit den Wald verlassen. So bleibe für die Menschen noch genug Raum, um die Winterfreuden zu genießen – und für die Tiere bestehe die Chance, den Winter unbeschadet zu überstehen. Weitere Informationen gibt es im Naturschutzzentrum unter • 07 44 9 / 91 02 0.

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Wildtiere benötigen im Winter störungsfreie Ruhezonen, damit sie nicht unnötig Kraftreserven verbrauchen.

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Veröffentlicht in Oberkirch

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