»Wer hat es nötiger?«

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Sparkasse verzichtet auf Geschenke zugunsten sozialer Organisationen

Mit der traditionellen Spende zu Weihnachten unterstützt die Sparkasse Offenburg/Ortenau Organisationen, die einem sozialen Zweck dienen. Am Dienstag überreichte Direktor Helmut Kienzle in der Hauptstelle Oberkirch die Spenden von jeweils 1000 Euro an drei Organisationen.

 

Sparkassendirektor Helmut Kienzle nannte die Weihnachtsspende für einen sozialen Zweck eine gute Tradition seines Hauses. Sie ist für manche begünstigte Organisation sogar eine willkommene Überraschung Hintergrund der vor Jahren eingeführten Weihnachtsspende sei es gewesen, von früher gewährten Behördengeschenken zu Weihnachten abzukommen. »Wer hat`s eigentlich nötiger?«, fragte Kienzle, der die damalige Entscheidung ausdrücklich befürwortete.
Eine der begünstigten Organisationen ist der »Weiße Ring«, Außenstelle Ortenau, deren Einrichtung ihr Leiter Jürgen Henninger vorstellte. Der gemeinnützige Verein unterstützt weitgehend ehrenamtlich Kriminalitätsopfer und wirkt unterstützend zur Verhinderung von Straftaten. Henninger berichtete von 18 Mitarbeitern, die derzeit 163 aktuelle Opferfälle betreuen. Sei es durch materielle Hilfe, sei es durch Vermittlung juristischen Beistands, Psychotherapeuten oder einer finanziellen Soforthilfe. »80 Prozent der Opfer kommen zu uns über die Polizei«, sagte Henninger. Die Opferbetreuung nehme zu und werde intensiver, ergänzte er. Auch würden Opfer bei Gerichtsverhandlungen betreut. Das benötigte Jahresbudget betrage 30 000 Euro, das weitgehend aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Nachlässen und Bußgeldern gedeckt werde. Oberkirchs »Weißer Ring«-Ortsvorsitzende Susanne Stühn freute sich über die zusätzliche Motivation für ihre Arbeit durch diese Spende.
Sonja Hildenbrand, Vorsitzende des Oberkircher Vereins »Strohhalm-Aktionskreis Dritte Welt« berichtete von der Entstehung des Aktionskreises aus der katholischen Jugendarbeit, die sich für mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel stark machte. Die Idee, den »Fairen Handel« zur Selbsthilfe zu unterstützen, wurde zuerst bei Infoständen auf dem Wochenmarkt publiziert. 1995 eröffnete man den »Eine-Welt- Laden« in der Steingasse 4, der im vergangenen Jahr nach der Renovierung in »Weltladen« umfirmiert wurde. 15 ehrenamtliche Helfer und eine bezahlte Kraft bringen sich ein. 50 Mitglieder zählt der Verein. Die Ziele lauten: Unterstützung des Fairen Handels mit zertifizierten Produkten aus der Dritten Welt und Förderung der Bildungsarbeit in diesen Ländern.
Einsatz für die Älteren
Wendelin Ruf informierte über die ehrenamtliche Arbeit im Katholischen Seniorenwerk »St. Cyriak«, das sich seit 39 Jahren um Senioren über 65 Jahren in der Pfarrei in monatlichen Veranstaltungen, wie Vorträgen, geselligem Beisammensein, Ausflugsfahrten, kümmert. Wichtig sei es für viele ältere Menschen, aus ihren vier Wänden heraus- und mit anderen in Kontakt zu kommen, sagte Ruf. Das Geld sei gut angelegt, zumal manche Älteren finanziell nicht immer »gut bestückt« seien. Das Seniorenwerk erhebe keinen Mitgliedsbeitrag, da es eine freie Organisation sei. Die Veranstaltungen werden von 80 bis 100 Teilnehmern angenommen.

http://www.baden-online.de/news/images/news_lokales/artikel_arz/21305_1.jpg

Sie unterstützen Organisationen, die sich für soziale Zwecke einsetzen: von links Sparkassendirektor Helmut Kienzle, Sonja Hildenbrand (Oberkircher Weltladen), Wendelin Ruf (Seniorenwerk »St. Cyriak«), Susanne Stühn (Weißer Ring) und Bereichsdirektor Lothar

Jetzt klicken und 10 Tage kostenlos Zeitung lesen

 

www.pricecrash24.com

 

Werbung

Veröffentlicht in Oberkirch

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post