Verkehrsknotenpunkt wird entschärft
Kreisel soll gefährliche Kreuzung der K 5305 und L 89 zwischen Erlach und Ulm ersetzen
Noch in diesem Jahr soll mit den Arbeiten an der Kreisstraße 5305 zwischen Erlach und Ulm begonnen werden. Die Linienführung der Straße wird verbessert, die derzeit unfallträchtige Kreuzung durch einen Kreisel ersetzt.
»Zweite Jahreshälfte 2006 – warten wir’s ab, ob das hinhaut«, gab sich Ortsvorsteher Herbert König am Ende von Andreas Schindeles Vortrag vorsichtig Der Referent des Straßenbauamts hatte am Donnerstagabend Ortschaftsräten und Bürgern (diese waren in der Sitzung recht zahlreich erschienen) den Ausbau der Kreisstraße 5305 zwischen Erlach und Ulm vorgestellt. Seit Anfang der 90er-Jahre laufen die Planungen, deshalb Königs Skepsis. In diesem Jahr allerdings soll die Maßnahme – laut Schindele – nun endgültig durchgeführt werden.
Die Bauzeit ist relativ kurz. Etwa zwei Monate veranschlagte Schindele. Während die
K 5305 vom Ortsausgang Erlach bis zum Kreuzungsbereich mit der L 89 in dieser Zeit voll gespert werden soll (landwirtschaftlicher Verkehr ausgenommen), ist die Landesstraße halbseitig befahrbahr.
Mehr Sicherheit
Was sieht die Planung vor? Die Linienführung soll verbessert werden, bauliche Mängel behoben. »Eine grundsätzliche Veränderung der Charakteristik findet aber nicht statt«, so Schindele: »Wir wollen keine höheren Geschwindigkeiten, sondern mehr Sicherheit.« Auf 5,50 Metern soll die Fahrbahn vom Erlacher Ortsausgang bis zur Einmündung in die Landesstraße ausgebaut, Kuppen entschärft werden; eine geordnete Leitung des Oberflächenwassers und frostsicheren Belag inklusive. Im Kreuzungspunkt entsteht ein Kreisverkehr mit vier Ästen und einem Gesamtdurchmesser von 40 Metern. Der Innenkreis hat einen Durchmesser von 25 Metern. »Die Gestaltung ist noch nicht endgültig festgelgt«, sagte Schindele mit Hinweis darauf, dass man für Vorschläge offen sei
Allerdings sei zu Beachten, dass die Unterhaltung beim Kreis liege und die Gestaltung deshalb so einfach wie möglich sein sollte. Wollten die Erlacher Blumen etc., müssten sie selbst für die Unterhaltung der Kreiselinnenfläche aufkommen.
Für eine »sinnvolle Lösung«, die Übersichtlichkeit und damit Sicherheit sowie ein gestalterisches Konzept erkennen lasse, sprach sich Horst Öhler aus, der einem Bürger beipflichtete. Dieser hatte »hohe Hügel« wie in den Elsässer Kreiseln angeregt.
Die Kosten für den Kreisverkehr bezifferte Schindele mit 335 000 Euro, davon seien 300 000 Euro reine Baukosten, der Rest entfalle auf den Grunderwerb. Diese werden anteilig vom Ortenaukreis bzw. dem Land Baden-Würrttemberg übernommen. Der anschließende Bauabschnitt vom Kreisel bis zum Erlacher Ortseingang koste 400 000 Euro – derzeit noch unter Finanzierungsvorbehalt.
»Ein großer Schritt«
»Wenn man den knappen Haushalt von Land und Kreis betrachtet, ist es nur zu begrüßen, dass diese Maßnahme durchgeführt wird«, sagte Bürgermeister Bernd Siefermann. Ihm sei der Kreisel »ganz wichtig«, als »erfreulich« wertete er, dass die Kreisstraße mitgemacht werden soll. »Für die Verkehrssicherheit ist das ein großer Schritt nach vorne«, so der Bürgermeister, der allerdings hoffte, dass durch den Ausbau nicht wieder der Lkw-Verkehr zu nehme. »Das wäre fatal.« Schindele beruhigte: »Die Straße wird nicht überproportional ausgebaut.«