»Unendliche Geduld mit Schülern«
Der Konrektor der August-Ganther-Schule, Konrad Allgeier, feierte sein 40-jähriges Dienstjubiläim
Er ist ein Urgestein des Renchtales und hat nicht nur sein gesamtes Berufsleben, sondern auch einige Bereiche seines Privatlebens auf die Erziehung und Förderung von Kindern und Jugendlichen ausgerichtet. Jetzt konnte Konrad Allgeier, der Konrektor der August-Ganther-Schule, im Kreise seiner Kolleginnen und Kollegen sein 40-jähriges Dienstjubliäum feiern.
Viele Erwachsene kennen ihn noch aus ihrer eigenen Schulzeit. Inzwischen genießen ihre Söhne und Töchter wieder den Unterricht bei Konrad Allgeier. Schließlich kam er schon 1973 an die August-Ganther-Schule, als Vertretung für einen erkrankten Kollegen An den Stammtischen der Stadt gab es damals Bedenken, erinnert sich Allgeier lachend. »Oberkirch war eine Turner-Hochburg und ich war eben schon immer ein Fußballer.« Das hat sich dann allerdings auch bald für die Schule ausgezahlt, denn Konrad Allgeier konnte in seiner Laufbahn einige Fußballmannschaften erfolgreich zu den »Jugend trainiert für Olympia«-Wettkämpfen führen. Aufgewachsen ist der Konrektor der August-Ganther-Schule in Stadelhofen, wo er auch die Volksschule besuchte. Sein Abitur absolvierte Konrad Allgeier an der Heimschule Lender in Sasbach, bevor er in Freiburg studierte. Dem Renchtal ist er dabei immer treu geblieben. »Es war auch immer klar, dass ich hier bleiben will«, erklärt Allgeier. Schließlich waren seine Frau und seine Familie hier, später zwei Söhne und eine Tochter, die als Erzieherin und Leiterin eines Kindergartens in Offenburg in seine pädagogischen Fußstapfen trat. Umso froher waren alle, als es nach dem Studium dann auch mit dem Einsatzgebiet Renchtal direkt geklappt hat. Er war zwar als Krankheitsvertreter viel in der Ortenau unterwegs, aber seine Stammschule war die Hauptschule in Oberkirch. Seit 1996 ist er stellvertretender Schulleiter.
Viel für Schule erreicht
Schulamtsdirektorin Liane Karden-Krauß, die einmal selbst an der August-Ganther- Schule unterrichtete und dem Jubilar jetzt die Urkunde des Landes Baden- Württemberg überreichen durfte, freute sich für Allgeier: »Es war schon damals wie heute ein nettes Kollegium mit guter Stimmung«, meinte sie. Gemeinsam mit diesem Kollegium und mit viel Gespür hätte Konrad Allgeier einiges für die Schule erreicht. Gerade dieses Gespür macht ihn auch bei ehemaligen und aktuellen Kolleginnen und Kollegen so beliebt. Die Solidarität, die er als Jugendlicher selbst in der Schule erfahren hat, prägte sein späteres Leben, das in allen Situationen unter dem Motto »Jeder hilft jedem« steht. »Er hat eine unendliche Geduld mit den Schülern und für die anderen Lehrerinnen und Lehrer immer eine Aufmunterung parat«, erklärt ein Pensionär der August-Ganther-Schule. Sein stets offenes Ohr für andere ist auch der Grund für seine guten Kontakte zu Eltern und Schülern, und als Ortsvorsteher von Bottenau und Stadtrat vertritt er die Interessen und Angelegenheiten »seiner« Schule auch auf öffentlicher Ebene. Zwar kennt die Schulleiterin Ursula Erdrich den Konrektor Konrad Allgeier erst seit einem halben Jahr, hat ihn jedoch in der kurzen Zeit bereits als Kollege, Lehrer und Mensch schätzen gelernt. »Ich habe mich von Anfang an auf die Zusammenarbeit gefreut«, meinte Ursula Erdrich.
In einem Quiz erinnerte die Vertreterin des örtlichen Personalrates, Kathrin Knapp-Neumann, an verschiedene Eckpunkte der vergangenen 40 Jahre. Als besonderes Dankeschön sang ein Chor, der sich aus Lehrern und Schülern zusammensetzte und von einer Gitarrengruppe begleitet wurde, ein selbst gedichtetes Lied für Konrad Allgeier.
Urkunde für den Konrektor: von links Kathrin Knapp-Neumann (Personalrat), Schulleiterin Ursula Erdrich, Gisela Allgeier, Jubilar Konrad Allgeier und Schulamtsdirektorin Liane Karden-Krauß.
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