Thomas Zink legte FWV-Vorsitz nieder

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Freie Wählervereinigung plant nach Rücktritt des Vorsitzenden erst im nächsten Jahr Neuwahlen

Thomas Zink ist nicht mehr Vorsitzender der Freien Wählervereinigung Oberkirch. Der 47-jährige Oberkircher hat bereits vor Wochen sein Amt niedergelegt.

 

Die Freie Wählervereinigung Oberkirch muss sich auf die Suche nach einem neuen Vorsitzenden machen. Thomas Zink, erst seit dem vergangenen Jahr in der Führungsrolle des FWV-Ortsvereins, hat überraschend seinen Rücktritt erklärt. Und das bereits im August Doch weder er noch die Freien Wähler machten den Schritt bislang öffentlich.
»Wir wollen das nicht an die große Glocke hängen«, bestätigte der stellvertretende Vorsitzende der FWV, Frank Meier, zwar auf Anfrage der Acher-Rench-Zeitung den Rücktritt Zinks, aber das war es dann auch schon: »Wir haben beschlossen, nicht an die Öffentlichkeit zu gehen.« Gründe für das Stillschweigen bei der FWV und zum Rücktritt des Vorsitzenden nennt Meier nicht: »Wir haben die rund 50 Mitglieder darüber informiert.« Das habe man so mit der Fraktion abgesprochen. Die Interimsführung der FWV haben die beiden Stellvertreter Frank Meier und Christian Sämann übernommen – bis zu den Neuwahlen im nächsten Jahr. Denn eine außerordentliche Mitgliederversammlung soll es nicht geben: »Wir machen weiter wie bisher«, sagt Meier.
Mehr Informationen gibt es zum Thema nicht – auch nicht auf der Internetseite der Freien Wähler, auf der immer noch Thomas Zink als Vorsitzender gelistet ist. Unter dem Stichwort Aktuelles heißt es nur: »Zur Zeit keine Eintragung!«
Thomas Zink, der dem Ortsverein rund ein Jahr lang vorstand, wird auf Anfrage der ARZ etwas deutlicher, wenn es um die Gründe für seinen Rücktritt geht: »Wenn ich ein Resümee ziehe, wie viel Zeit ich investiert habe und was unterm Strich herausgekommen ist, war dies zum Schluss einfach nur deprimierend

Das hat mich bewogen, meinen politischen Aktivitäten ein Ende zu setzen.«
»Man wird ausgebremst«
Zink führt auch mehrere Beispiele an: So sei im Vorfeld der Gemeinderatswahlen etwa das Thema Innenstadtgestaltung heiß diskutiert worden – auch in Bezug auf die seiner Meinung nach »chaotischen Verhältnisse« in der unteren Hauptstraße: »Fragen muss man sich zum heutigen Zeitpunkt sicherlich, warum man sich hier nicht gleich für eine Fußgängerzone entschieden hat – oder spielten wieder die persönlichen Anliegen Einzelner eine wichtigere Rolle als das Wohl der Oberkircher Bürger?«, fragt sich Zink. Der Ex-Vorsitzende ist auch enttäuscht, dass Vorschläge an Gremien und Verwaltung nicht aufgenommen wurden, etwa im Bereich der Jugendarbeit, wo die FWV ohne finanzielle Unterstützung der Stadt neue Angebote für Jugendliche schaffen wollte, etwa einen Basketballkorb in Hesselbach, eine Tischtennisplatte am Renchtalstadion, Sitzgelegenheiten am Renchdamm, mit der Möglichkeit Schach oder Mühle zu spielen: »Wir trugen unser Anliegen der Verwaltung vor, jedoch leider ohne Erfolg. Nach Wochen des Wartens wurde die Idee verworfen – uns absolut unverständlich. Eine Idee, die die Finanzkasse nicht betroffen hätte, wird einfach in die Mülltonne gekippt«, bedauert Zink und legt nach.
Er habe schnell erkannt, dass die politische Arbeit in Oberkirch ein schwieriges Feld sei: »Will man sich einbringen, so wird man ausgebremst. Im Gemeinderat werden viele Entscheidungen unter dem Deckmantel der Geheimhaltung in nichtöffentlichen Sitzungen besprochen. Dinge, die dann irgendwann mal als beschlossen verkündet werden – ohne dass sich der Bürger im Vorfeld darüber informieren oder Einfluss darauf nehmen konnte.«

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Thomas Zink ist von seinem Amt als Vorsitzender der Freien Wähler Oberkirch zurückgetreten.

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