Spraul: »Wichtig ist, dabei zu sein«
Ulm beteiligt sich 2008 am Dorf-Wettbewerb
Im kommenden Jahr beteiligen sich die Ulmer am Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft«. Die Vorbereitungen dafür haben längst begonnen – schon in jener Zeit, als noch Gottfried Walz Ortsvorsteher im Bierdorf war Eine Reihe größerer Maßnahmen und Projekte wartet allerdings noch auf die Ulmer. Was getan wurde bzw. getan wird, erfährt man im Interview mit Peter Spraul und ausführlicher heute Abend im Rahmen eines Vortrags (siehe »Veranstaltungstipp«).
Ω Die Ulmer beteiligen sich 2008 am Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft«. Sie stecken schon jetzt mitten in den Vorbereitungen. Wie viel ist zu tun?
Peter Spraul: Die Vorbereitungen sind im vollen Gange und werden noch bis 2008 andauern. Alle Ortschaftsräte sind sehr gefordert und bekamen die Arbeit für die verschiedenen Bewertungsbereiche zugeteilt.
Ω In welchen Bereichen sehen Sie in Ulm die größten Defizite?
Spraul: Defizite kann man so nicht sagen, aber die größten Vorhaben sind der Radweg von Ulm nach Renchen, die Um- und Neugestaltung des Schulhofes und Rathausplatzes sowie die Umgestaltung vom »Pfarrmättle« neben der Kirche zu einem Kräuter- und Schulgarten.
Ω Was wurde bisher schon getan?
Spraul: Sehr viel. Unter meinem Amtsvorgänger Gottfried Walz wurden bereits einige Projekte realisiert, wie die Umgestaltung des Friedhofs und dessen Vorplatzes, die Neugestaltung des Feuerwehr- und Kirchplatzes und die große Maßnahme Umbau der Ullenburghalle. Sie erfolgte mit Eigenleistung und Hilfe aller Vereine sowie Unterstützung verschiedener Firmen
Ω Wie steht die Bevölkerung zur Wettbewerbsteilnahme?
Spraul: Ich denke, sehr positiv, was sich auch in der Vergangenheit bei der Mitwirkung an verschiedenen Projekten gezeigt hat.
Ω Wie viel Geld ist im Haushalt der Stadt Renchen für den Wettbewerb vorgesehen?
Spraul: Mit Zahlen soll man vorsichtig umgehen. Vom Gemeinderat der Stadt Renchen wurde das Vorhaben aber befürwortet und ein gewisser Betrag bereit gestellt.
Ω Werden Sie damit auskommen?
Spraul: Wir versuchen, sparsam damit umzugehen, ob es reicht, kann ich heute noch nicht sagen.
Ω Die Erlacher haben es bis in den Landesentscheid geschafft und dort einen zweiten Platz erreicht. Ist das gute Ergebnis Ihrer Nachbarn Ansporn oder Druck, selbst so weit kommen zu müssen?
Spraul: Ansporn ja, Druck nein. Wichtig ist, dabei zu sein und nach unserem Leitspruch »Ulm gemeinschaftlich lebenswert gestalten« Akzente zu setzen.
Ω Werden Sie sich Rat bei Ihrem Amtskollegen Herbert König holen?
Spraul: Schon passiert. Herbert König hat den Ulmer Ortschaftsrat zu einer Info-Stunde eingeladen, von der wir sehr profitieren. Er hat sich auch bereit erklärt, wenn wir weiteren Rat benötigen, uns hilfreich zur Seite zu stehen.
Ω Am Donnerstag findet ein Vortrag statt, in dem Tipps für den Wettbewerb gegeben werden. Wen wollen Sie damit ansprechen?
Spraul: Alle Hausgartenbesitzer und Gartenfreunde.
Ω Was erwartet die Besucher?
Spraul: Ein sicherlich hochinteressanter Vortrag von Frau Holzförster, beim Amt für Landwirtschaft für Gartengestaltung zuständig.
Ω Was erhoffen Sie sich von der Teilnahme am Wettbewerb?
Spraul: Gemeinschaft leben, gemeinschaftlich gestalten, sodass wir am Ende das Wettbewerbsmotto »Unser Dorf hat Zukunft« verwirklichen können, sich unsere Arbeit lohnt und wir die Jury überzeugen.
Veranstaltungstipp: Zu einem Infoabend zum Thema »Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft« lädt die Ortsverwaltung Ulm heute, Donnerstag, 19 Uhr, im Franziskusheim ein. Heidrun Holzförster (Landratsamt) gibt anhand einer Diashow über die Neu- sowie Umgestaltung eines Hausgartens Tipps. Über durchgeführte und künftige Maßnahmen informiert der Ortschaftsrat.