»So viel Qualität in einem Raum«
Gesellenstücke junger Schreiner aus dem Innungsbezirk Achern sind derzeit in der Sparkasse zu sehen
Eine Ausstellung von Gesellenstücken junger Schreiner ist seit Montag in der Sparkasse in Achern zu sehen. Sieben neue Gesellen hat das Schreinerhandwerk im Innungsbezirk Achern in diesem Jahr zur Abschlussprüfung geführt. Prüfungsbester war Simon Knosp aus Renchen-Erlach mit einer Gesamtnote von 1,4
Die Ausstellungseröffnung wurde musikalisch begleitet von der Band »Mieffs« aus Achern, in der einer der neuen Gesellen mit einer selbst gebauten Gitarre mitspielte. »Es war ein guter Jahrgang und es sind schöne Stücke«, zeigte sich Prüfungsvorsitzender Ralf Schnurr zufrieden. Christoph Burkard, Obermeister der Schreinerinnung Ortenau, hatte die jungen Männer mit einem Zeichenkurs auf die Abschlussarbeit vorbereitet, die innerhalb von 14 Tagen im eigenen Ausbildungsbetrieb gefertigt werden musste.
Bis 10. September
Fertige Schreinergesellen sind seit vergangenem Freitag Rainer Antoni, ausgebildet von der Firma Roth in Achern sowie Michael Rösch, Matthias Federle und Kevin Güßfeld (alle Firma Gefi in Achern). Stolz auf ihre abgeschlossene Berufsausbildung sind auch Manuel Marx (Firma Lienhard aus Achern) und Benjamin Köhler (Firma Langenecker aus Achern).
»So viel Qualität in einem Raum – das zeigen wir gern«, sagte Gerhard Federle, Bereichsdirektor Marktbereich Achern zur Ausstellungseröffnung in der Sparkasse. Bis Freitag, 10. September, können die Gesellenstücke zu den Geschäftszeiten begutachten werden. Zu sehen sind Sideboards und Vitrinen, ein Schreibtisch und eine Anrichte, alle aus hochwertigem Birnbaum-, Ahorn-, Buche- oder Nussbaumholz gefertigt.
Das Hängeboard des Prüfungsbesten Simon Knosp ist aus Eichenholz und wurde mit weißem Wachs und Öl behandelt
Es hat eine Klappe aus heimischem Apfelholz, einen Vollauszug aus Holz und wie alle Gesellenstücke auch ein verschließbares Fach. Der 25-Jährige zeigt auch gleich, wofür er das Möbelstück gebaut hat. Es gehört zu einem Flachbildfernseher, eingebaut in eine rot lackierte Holzwand.
»Der Werkstoff hat mir schon immer Spaß gemacht«, sagte Simon Knosp, der als nächstes ein BA-Studium anstrebt. Seine Ausbildung absolvierte er bei der Firma Acrobat, sein Ausbildungsbetrieb war Pinter Landhausmöbel in Achern. »Die guten Leute muss man gehen lassen, damit sie noch viel mehr lernen«, ist Helmut Pinters Überzeugung. Er hat schon mehr als 40 Schreinergesellen ausgebildet.
Eröffneten gemeinsam die Ausstellung der Schreiner-Gesellenstücke in der Sparkasse Achern (von links): Ralf Schnurr, Helmut Pinter, Simon Knosp, Gerhard Federle, Petra Walther und Sparkassendirektor Klaus Stroh.