Peter Spraul: Im Vordergrund steht der Gemeinschaftsgedanke

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Der Ulmer Ortsvorsteher über die Teilnahme seines Ortes am Dorfverschönerungs-Wettbewerb

 

http://www.baden-online.de/news/images/news_lokales/artikel_arz/12925_1.jpgDer Renchener Stadtteil Ulm beteiligt sich in diesem Jahr am Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft«. Die Vorbereitungen sind voll im Gange. Über deren Verlauf, noch anstehende Projekte und Chancen spricht Ortsvorsteher Peter Spraul im Interview
? Der Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft« naht mit Riesenschritten. Wie sieht der Zeitplan aus?
Peter Spraul: Wir liegen gut in der Zeit, aber es stehen noch einige Objekte und Arbeiten an. Im Januar ging die Voranmeldung zur Teilnahme am Wettbewerb raus. Im März erfolgt die Ausschreibung und soviel mir bekannt ist, findet im Juli die Bewertung statt.
? Eine Reihe von Vorarbeiten wurde bereits geleistet. Wie sind Sie damit zufrieden?
Spraul: Sehr. Es wurde bisher Großes geleistet. Mein Amtsvorgänger, Gottfried Walz, hatte schon große Objekte in Angriff genommen und ausgeführt – zum einen den Umbau der Ullenburghalle, der in Eigenarbeit der Ulmer Vereine und Bürger stattgefunden hat, zum anderen ist auch die Umgestaltung des Kirchplatzes sehr gelungen und wurde zum Blickfang. Der Feuerwehrplatz wurde neu gestaltet, ein großes Wappen auf den Vorplatz des Gerätehauses eingelassen, das Rainer Klumpp und viele Feuerwehrkameraden angefertigt haben. Im vergangenen Jahr konnte der langersehnte Radweg zwischen Ulm und Renchen fertiggestellt werden. Er wird sehr gut angenommen und stellt so, eine menschliche Verbindung der beiden Ortsteilen dar. In den letzten zwei Jahren sind viele kleinere Objekte vom Ortschaftsrat und Bürgern getätigt worden – von den Begrüßungstafeln an den Ortseingängen über Blumenbeete bis zu Grünstreifen

? Was waren bisher die größten Aktionen?
Spraul: Neben dem Hallenumbau, Kirchplatz, Feuerwehrvorplatz und Radweg der Ausbau der Adlergasse und die Ausschilderung des Gaishalde-Rundwegs. Er ist eine große Bereicherung unseres Vorhabens. Hinweistafeln beschreiben die Flora und Fauna des Biotops und der Naturzelle. Es wurden auch ca. 160 Nussbäume bei einer Pflanzaktion des Ortschaftsrates mit Revierförster Clemens Rottler und Bürgermeister Siefermann gepflanzt.
? Was steht in naher Zukunft an?
Spraul: Zwei große Projekte. Zum einen das Pfarrmättle. Hier entsteht ein Schulgarten für die Grundschüler der Ullenburgschule. Die Kinder dürfen unter Anleitung ihrer Lehrer und Eltern die vorbereiteten Beete bepflanzen. Auch soll ein Kräutergarten mit verschiedenen Kräuterbeeten angelegt werden. In der Mitte des Gartens soll ein Pavillon mit Tisch und Sitzgelegenheit entstehen und als Ruheoase dienen. Auch die Kirchengemeinde beteiligt sich an diesem Vorhaben und will in einem Rundgang mehrere Tafeln aufstellen, die den Ablauf des Kirchenjahres beschreiben. Hier sind die Arbeiten in vollem Gange. Zum anderen steht die Neu- und Umgestaltung des Schulhofes und Rathausplatzes an. Mit dieser Maßnahme soll der Ortskern, die Ortsmitte zu einem besonderen Blickpunkt aufgewertet werden.
? Wie sehen die Ulmer den Wettbewerb, steht das Gros der Bevölkerung dahinter?
Spraul: Die Bevölkerung sieht die Teilnahme sehr positiv. Es kommen immer wieder Leute auf uns zu, die gerne mithelfen möchten. Auch die Aktion »Garten des Monats« im vergangenen Jahr stieß auf große Resonanz. Bei dieser Aktion durften Gartenbesitzer ihre liebevoll gepflegten Gärten verschiedener Art vorstellen. Eine Jury von Ortschaftsräten und Gärtnermeister Paul Jägel nahmen bewerteten sie. Die monatlichen Preisträger bekamen als Anerkennung einen Gutschein eines ortsansässigen Blumenhauses. Wir sind mit der Mitwirkung der Bevölkerung sehr zufrieden.
? Erlach war jüngst beim Wettbewerb sehr erfolgreich. Können Sie von den Erfahrungen profitieren?
Spraul: Selbstverständlich. Die Erlacher haben Großes geleistet und auch verdient gewonnen. Gerade unser Stadtgärtner Otto Maier, der sich sehr stark bei den Vorbereitungen in Erlach engagiert hat, kann seine Erfahrungen bei uns mit einbringen. Herr Maier ist uns so eine wertvolle Stütze und Hilfe. Er steht uns mit Rat und Tat zur Seite.
? Stehen Sie in regelmäßigem Kontakt mit Herbert König?
Spraul: Zu Herrn König besteht ein sehr guter Kontakt. Zu Beginn unseres Vorhabens hat er den Ortschaftsrat Ulm zu einem Gesprächs- und Informationsabend eingeladen, von dem wir viel provitieren konnten. Auch jetzt, in der Endphase des Wettbewerbs, werden noch einige Fragen offen sein, mit denen wir uns an ihn wenden können.
? Setzt der Erfolg der Erlacher die Ulmer unter Druck oder motiviert er?
Spraul: Unter Druck nein, aber motivieren schon. Man muss hier bedenken, dass jede Gemeinde verschiedene Strukturen besitzt und wir uns auf unsere Vorgaben konzentrieren und beschränken müssen.
? Welche Chancen rechnen Sie sich aus?
Spraul: Dabei sein ist alles. Ich möchte hier an unseren Slogan »Ulm – Gemeinschaft lebenswert gestalten« erinnern und das Wort »Gemeinschaft« in den Vordergrund stellen. Der Ulmer Ortschaftsrat hat gemeinsam mit den Vereinen und Bürgern vieles bewegt und in relativ kurzer Zeit auf die Beine gestellt, das ohne die Teilnahme am Wettbewerb so nicht geschehen wäre. Auch möchte ich es nicht unerwähnt lassen, dass wir gerade in dieser Angelegenheit tatkräftig von der Stadtverwaltung Renchen mit Bürgermeister Siefermann, den Herren Brandstetter, Gutenkunst, Krechtler und Moll unterstützt werden, was nicht in allen Kommunen so funktioniert. Vom Bauhof Renchen konnten und können wir immer, wenn nötig, mit Unterstützung rechnen. Ich denke, gerade diese Argumente zeichnen Gemeinschaft aus. Selbstverständlich würden wir uns über einen Preis freuen, aber dies entscheidet letztendlich die Jury.
? Wie viel kostet die Stadt die Wettbewerbsteilnahme?
Spraul: Der Gemeinderat hat in den vergangenen Haushalten und in den für 2008 beachtliche Summen eingestellt, wofür ich mich an dieser Stelle, auch im Namen des Ortschaftsrates, ganz herzlich bedanke. Ich bin mir sicher, dass diese Investition allen Bürgern zugute kommt.

http://www.baden-online.de/news/images/news_lokales/artikel_arz/12925_1.jpgOrtsvorsteher Peter Spraul bereitet sich mit den Ulmern auf den Dorfwettbewerb in diesem Jahr vor.

 

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Veröffentlicht in Erlach

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