Oberkircher Narren: Der »alte« Vorstand ist zugleich der neue
Narrenzunft Oberkirch verpasste die »schwarze Null«
Die Mitglieder der Narrenzunft Oberkirch haben am Donnerstag die bisherigen Vorstandsmitglieder im Amt bestätigt. Nicht ganz so zufrieden wie mit dem Vorstand ist der Verein mit seiner finanziellen Bilanz.
Mit großen Erwartungen lauschten die Mitglieder der Narrenzunft Oberkirch dem Bericht des Rentmeisters Hermann Brüstle, in der Hoffnung, das ein Licht am Ende des Tunnels zu erkennen ist. Doch was man zu sehen bekam, war nur ein Leuchten Nach wie vor hängt der gute Umsatz von einem gut besuchten Umzug ab, und dort war der Besuch im Jahre 2009 alles andere als toll. Busfahrten, Umzug, Narrennacht, Narrenkeller, Häs, Wareneinkauf, Reparaturen, Mieten, Werbung sowie Instandhaltung verursachen Kosten. Aktuell konnten man mit dem Public Viewing und den geringeren Buskosten 2010 dem etwas entgegenwirken. »Doch wäre es toll, wenn irgendwann eine schwarze Null auf dem Papier stehen könnte«, so Brüstle.
Der Vorstand wurde entlastet und per Akklamation im Amt bestätigt. Seppl Braun bleibt Oberzunftmeister, Emil Bohnert Zunftmeister und Michael Braun Kanzellar. Die Kasse führt Hermann Brüstle, Stefan Bosch ist alter und neuer Zeremonienmeister, Michel Bosch Oberschnurri und Volker Vogt vertritt den Fanfarenzug. Auch die Kassenprüfer Gustav Mischall und Joachim Bosch werden zwei Jahre dranhängen.
Zur Eröffnung hatte Michael Braun als Vertreter seines erkrankten Bruders Seppl den Bericht des Oberzunftmeisters vorgetragen. Braun blickte auf eine gelungene Fasent 2010 zurück.
Oberschnurri Michel Bosch erklärte, dass 29 neue Schnurris und Schlappgreten getauft werden konnten. Die Gruppe hatte über die Fasent verteilt 36 Einsätze, die Tanzgruppe zusätzlich noch sieben Auftritte. Momentan hat die Zunft 320 aktive Mitglieder, davon 215 Erwachsene. Margit Mischall vermeldete 65 Kinder von sechs bis 13 Jahren und 13 Kinder bis sechs Jahre in der Kindergruppe
Beim Hüttenwochenende wurden 26 Kinder in die Jugendgruppe entlassen. Margit Mischall und ihre Gruppe um Ela Faltien, Silke Brandstetter, Maren Oschwald, Stephi Müller, Michaela Baudendistel und Stefan Erlach hören nun auf. Mischalls Nachfolger wird Markus Niedenthal.
Die Jugendgruppe um Carsten Dittrich hat momentan 41 Mitglieder im Alter von 13 bis 18 Jahren. Die Gruppe übernahm wieder zahlreiche Arbeiten und hat 2011 wieder einen Auftritt bei der Fasenteröffnung.
Volker Vogt bilanzierte 24 musikalische Auftritten des Fanfarenzugs, davon 18 bei der Fasent. Dazu kommen 37 Proben, wobei hier der musikalische Leiter Wolfgang Isele die Rangliste der fleißigsten Probenbesucher vor Martina Isele, Antonia Baumann und Wolfgang Ducksch anführt. Momentan spielen 31 Musiker beim Fanfarenzug.
Den kürzesten Bericht trugen die Narrenrentner um Ehrenoberzunftmeister Joachim Bosch vor. Bosch führte dies darauf zurück, dass die Rentner halt »älter« werden und nicht mehr so viel unternehmen. Die traditionellen Treffen fanden jedoch statt.
Rainer Kimmig vom Verband Oberrheinischer Narrenzümfte ehrte danach langjährige Mitglieder. Er zeigte anhand des Ordens von Eli Bohnert, die für 33 Jahre aktive Fasent mit dem goldenen Verbandorden ausgezeichnet wurde, das es nicht selbstverständlich ist, so lange aktiv zu sein. Ede Lippert konnte, für den Spielmannszugverband mit Thomas Birk einen Aktiven des Fanfarezuges für zehn Jahre Mitgliedschaft auszeichnen. Die Ehrungen für den Verein übernahmen Michael Braun und Emil Bohnert.
Neue Ehrenmitglieder
Der krönende Abschluss war die Ernennung von drei Ehrenmitgliedern. Sigird Mischall, Hilde und Edwin Bartz waren ziemlich überrascht und gerührt über die seltene Auszeichnung.
STICHWORT
Umzug vorgezogen
Schon drei Wochen vor Fasentsonntag, am 13. Februar, soll 2011 der Oberkircher Fasentumzug stattfinden. Der traditionelle Umzugstermin ist durch das Vogtei-Jubiläum in Windschläg belegt. Fasenteröffnung ist am Samstag, 5. Februar.
Sie bilden den Vorstand der Narrenzunft Oberkirch: Hermann Brüstle (Rentmeister), Michael Braun (Kanzellar), Michel Bosch (Oberschnurri), Volker Vogt (Fanfarenzug, stehend von links), Stefan Bosch (Zeremonienmeister) und Emil Bohnert (Zunftmeister, sitzend)
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