Oberachern soll schöner werden

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Heimat- und Verschönerungsverein will sich engagieren / Roland Kist besteht auf ein Gesamtkonzept

Die Mängelliste mit den weniger attraktiven Flecken in Oberachern ist erstellt. Jetzt soll der Stadtteil schöner werden. Dafür will die Stadtverwaltung Zuschüsse beantragen und der HVO steht bereits in den Startlöchern, um den Anfang zu machen.

 

http://www.baden-online.de/news/images/news_lokales/artikel_arz/20592_1.jpgOberachern hat zu viel Schwerlastverkehr und teilweise zu breite Durchgangsstraßen. Die Ortseingänge verleiten zum Rasen, die Plätze habe keine Aufenthaltsqualität und bei vielen Gebäuden im Ortskern besteht Sanierungsbedarf Das sind die Fakten, die Stadtplaner Wolfgang Becker in der Ortsratssitzung am Donnerstag auf den Tisch legte. Mit einer kompletten Bestandserhebung habe die Stadtverwaltung die Grundlage geschaffen, um eine Aufnahme ins Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) zu beantragen.
Noch drei Wochen Zeit
Bis zum Einreichen des Antrags beim Regierungspräsidium bleiben noch drei Wochen. Mit einem Bescheid sei dann im April oder Mai 2011 zu rechnen, so Oberbürgermeister Klaus Muttach. Wenn Ober­achern ins ELR aufgenommen werde, könne man nach und nach über mehrere Jahre Projekte einreichen und vom Land Zuschüsse dafür bekommen.
Anfangen sollte man nach Meinung von Stadtplaner Becker bei den Plätzen vor dem ehemaligen Rathaus (heute VHS) bis hin zu Schule und bei der Einmündung der Oberkirchstraße in die Oberacherner Straße. Für die Neugestaltung der Ortsmitte steht der Heimat- und Verschönerungsverein bereits in den Startlöchern. »Wir wollen ein Zeichen setzen und die Umgestaltung des Rathausplatzes ehrenamtlich umsetzen. Dafür will der HVO eigene Mittel einsetzen und hat bereits Zusagen von Spendern«, erklärte Bernhard Keller, Vorsitzender des HVO und Mitglied im Gemeinderat und Ortsrat.
»Das ist toll, dass der HVO sich einbringen will. Wir können das dann als eines der ersten Einzelprojekte beantragen«, freute sich Oberbürgermeister Klaus Muttach. Kritik übte dagegen Stadt- und Ortsrat Roland Kist

Er besteht auf ein Gesamtkonzept, das er sich nicht kaputt machen lassen wolle. »Der ganze Bereich muss erst überplant werden. Man kann den Rathausplatz nicht für sich stehen lassen.« Mit spitzen Fingern fasste er das Schreiben des Vereins an die Stadtverwaltung an und vermutete: »Das hat ganz andere Hintergründe...« Eine schnelle Aktion sei hier fehl am Platz.
Ehrgeiziger Plan
Natürlich werde der HVO nicht ohne ein Gesamtkonzept einsteigen, erklärte Bernhard Keller. Aber er wolle dafür sorgen, dass es überhaupt los gehe mit der Umgestaltung des Ortskerns.
Deshalb gebe es den ehrgeizigen Plan, in diesem Teilbereich im Mai 2011 anzufangen und im Oktober fertig zu werden. »Aber man kann es auch kaputt reden, dann ziehen wir unser Angebot eben wieder zurück«, drohte er in Richtung Roland Kist. Fest stehe, dass der HVO nicht ganz Oberachern mit Eigenmitteln sanieren könne und sich deshalb auf den Rathausplatz konzentriere.
Ortsrat Oliver Rest rief die Kontrahenten zur Mäßigung auf: »So miteinander zu reden, bringt doch nichts.« OB Klaus Muttach sah einen Konsens darin, dass nur im Rahmen eines Gesamtplanes mit den Arbeiten angefangen werden soll. Auf eine Information der Bürger über konkrete Maßnahmen und Zuschussmöglichkeiten für private Projekte besteht Stadt- und Ortsrat Manfred Nock.

 

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Der Platz vor dem ehemaligen Rathaus in Oberachern soll umgestaltet werden. Hierzu soll ein Zuschussantrag beim Land gestellt werden.

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