Mit Musik in den Frühling
Unter diesem Motto grüßte der Musikverein Erlach zahlreiche Gäste, die zusammen mit den Musikern den Frühjahrsbeginn feiern wollten. Ein breites Spektrum moderner Musik konnte alle Wünsche erfüllen. Mit viel Beifall wurden alle Musiker für deren großartige Leistung belohnt.
Zum dreißigsten Mal hatte der Musikverein Erlach zum Frühjahrskonzert eingeladen, und wieder wurde der Abend zu einem Knaller. Moderne Musik in Erlach, das kann nicht verwundern, wenn man sich die Mitglieder der Kapelle betrachtet. Ältere Spieler muss man in Erlach schon mit der Lupe suchen, die Jugend dominiert, entsprechend auch das Programm. Es begann nach der Begrüßung, auch vieler Ehrengäste, durch Vorsitzenden Herbert König mit dem Auftritt der Flötengruppe des Musikvereins Erlach unter Leitung von Christine Merkle. Der Vortrag „You’ll be in my heart“ von zwölf Flötenspielern wurde von Rudolf Wörsching auf der Elektronenorgel begleitet. Im Anschluss spielten die Jungmusiker des Vereins unter Leitung von Andrea Veit „Nothing else matters“. Die Auftritte der Jugend des Vereins wurden von den Besuchern mit reichlich Applaus belohnt.
Mit dem St. Louis Blues in einer Bearbeitung von Walter Tuschla startete die Kapelle ihren Part des Abends mit viel Schwung. Rudolf Wörsching hatte mit der Tuschla-Bearbeitung ein Stück ins Programm genommen, welches das Publikum von Anfang an mitriss. „Out of Africa“, Musik aus dem Film „Jenseits von Afrika“, hörten die begeisterten Zuhörer im Anschluss. Die verträumten Klänge wurden von John Barry geschrieben, von John Glenesk Mortimer arrangiert und vom Musikverein Erlach in hervorragender Weise intoniert.
Im Anschluss konnte Andrea Veit, die auch in diesem Jahr durch das Programm geführt und mit ihrer Ansage dem Publikum viel Wissenswertes vermittelt hatte, Musik von Elton John ansagen. In einem ersten Auftritt war eine kleine Auswahl weltbekannter Hits wie „Nikita“, „Blue Eyes“ und „Don’t breaking my heart“ zu hören. In einem weiteren Auftritt der Kapelle war Elton Johns Musik aus dem „König der Löwen“ zu hören. „The Lion King“ wurde von Hans von der Heide für Blasmusik arrangiert.
„Saxophone Jubilee“ von Harm Evers war die erste Gelegenheit für ein Solo, nämlich für das Saxophon-Register. Die Musikerinnen und Musiker begeisterten mit ihrem Swing das Publikum in Erlach. Sie spielten einfühlsam, aber exakt, und boten mit ihrer starken Interpretation einen der Höhepunkte des Abends. Begeisterung beim Publikum auch über das Solo der Andrea Veit. Bewundernswert, mit welcher Geschicklichkeit sie das lebhafte Schwirren der Hummeln wiedergab. Langjährige Übung auf der Querflöte ist dazu notwendig, Andrea Veit hat die Erfahrung und die Fingerfertigkeit, um den „Hummelflug“ von Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow gekonnt zu spielen.
Mit „Music in Paradise“ war noch ein Solo zu hören: Benny Flamm und Rudolf Wörsching begeisterten mit ihren Trompetensoli. Das Ende eines attraktiven Konzertabends setzten die Erlacher Musiker mit „The Second Waltz“ von Dimitri Schostakowitsch in einem Arrangement von André Waignein.
Als Gesangssolisten konnte der Musikverein Erlach die zehn- und zwölfjährigen Oppenauer Mädchen „Carina & Sarah“ gewinnen. Einen wunderbaren Auftritt, mit welchem sie die Gäste zu überzeugen wußten. Beeindruckend, mit welchem Tongefühl sie die einzelnen Gesangsbeiträge genußvoll darboten. Ihr Opa Horst Oehler stellte die Mädchen und die von ihnen gesungenen Hits vor. Von Schmetterlingen im Bauch, von der Liebe, aber auch von Trauer und Schmerz handelten die Stücke, die zu Background-Musik zu hören waren. Auch sie erhielten verdienten Beifall.
Ohne Zugabe ließ das Publikum die Musiker nicht von der Bühne. Damit auch die Freunde der ursprünglichen Blasmusik auf ihre Kosten kamen, kündigte Rudolf Wörsching ganz zum Schluss noch eine Polka an.
Der gelungene musikalische Einstieg in den Frühling ging mit einem gemütlichen Beisammensein weiter, flugs hatten die Musiker Tische und Stühle aufgebaut, damit das Publikum Platz fand, sich von den „Mörchwaldhexen“ kulinarisch verwöhnen zu lassen.
Mit viel Beifall wurden alle Musiker für deren großartige Leistung belohnt
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