Kurze Nächte trotz kurzer Tage

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Räumdienst-Mitarbeiter müssen zum Teil schon um 2.30 Uhr aus den Federn / Private Hilfe nötig.

 

Sie sind meist signalfarben, mit großen Rädern ausgestattet – und sie verlieren Ladung: Die Streufahrzeuge im Tal sind in den zurückliegenden Tagen mal wieder so richtig strapaziert worden. Und die Besatzungen und weiteren Helfer der Räumdienste gleich mit Zu sehen bekommt sie Otto Normalaufsteher meist nur dann, wenn er in einer ruhigen Seitenstraße wohnt. Die sind gewöhnlich als Letzte dran, wenn die Straßen befahrbar gemacht werden.
Die Schneehochburg im Tal ist logischerweise Bad Peters­tal-Griesbach. Das muss für die Bauhofarbeiter nicht unbedingt fürchterliche Unannehmlichkeiten bedeuten. An Schneefalltagen werden sie von ihrem Chef Herbert Bruder um 4 Uhr in der Frühe aus den Federn geholt. Gegen 13 Uhr sind einige von ihnen mit ihrer Aufgabe fertig. Manchmal kommt’s allerdings im wahrsten Sinn des Wortes dicke. Bruder: »Wenn es mehr als einen Meter Schnee hat, dann gehen wir schon um halb drei raus.« Nicht schön für die statistisch dreieinhalb Arbeitskräfte, die von sechs Privatunternehmern unterstützt werden.
Unterschiede gibt es auch in Oberkirch. In den flacheren Stadtteilen ist manchmal so gut wie kein Einsatz nötig, wenn es in höheren Lagen in Ödsbach oder Bottenau schon richtig zur Sache geht. Die 20 Mitarbeiter, unter ihnen neun Fahrer, starten zumeist gegen 3 Uhr früh; übrigens verbrauchen sie pro Einsatz rund 25 Tonnen Salz, wie Pressesprecher Ulrich Reich erklärt.
Gegen 4 Uhr raus
Unterstützung von privater Seite haben sie auch im Oppenauer Bauhof. »In den Außenbezirken läuft der Räumdienst komplett über Unternehmer«, so Bauhofleiter Konrad Harter. Sechs an der Zahl sind es. Sie rücken gegen 4 Uhr aus, um aus weißen Straßen wieder schwarze zu machen. Mit der Kernstadt, die der Bauhof betreut, sind Harters Mitarbeiter dann gegen Mittag komplett fertig. Das betrifft Gehwege wie Straßen. Seit der Beginn der Steige noch mit geräumt wird, geht der Einsatz etwas länger als vorher.
Lautenbach rückt den winterlichen Niederschlagshinterlassenschaften mit dem gemeindeeigenen Unimog und einem Traktor auf die Pelle. Die kleinste Gemeinde verfügt über den am höchsten wohnenden Bauhofchef im Tal, wie Bürgermeister Karl Bühler anmerkt: »Er wohnt auf dem Sohlberg.« Wenn es dort schneit, dann weiß er aus Erfahrung, wie es an anderen Stellen in seinem Revier aussieht. In Lautenbach ist im Übrigen noch einiges an Handarbeit angesagt. Da packen auch Private bisweilen mit an. Der Rathauschef allerdings blieb bislang verschont. Bühler: »Ich bin nur daheim gefordert.«

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Räumt nur daheim Schnee: Karl Bühler. 

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Veröffentlicht in Oberkirch

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