Künftig auch Betreuung für
Ab September gleiche Öffnungszeiten in allen Renchener Kindergärten
Ab September sollen in allen drei Renchener Kindergärten auch Kinder unter drei Jahren aufgenommen werden. Zweieinhalb Jahre soll das Mindestalter sein. Und im Rahmen der »verlässlichen Grundschule« werden künftig Kinder betreut, die bereits die Schule besuchen.
In einem Pressegespräch, zu dem Bürgermeister Bernd Siefermann eingeladen hatte, wurde deutlich, dass in Renchen mit der Aufnahme von Kindern in einer größeren Bandbreite dem jährlichen Schwund an Kindern begegnet werden soll Im Kernort werden in diesem Jahr 53 Kinder den Kindergarten verlassen und anschließend die Grundschule besuchen. Dem stehen zurzeit nur 25 Neuanmeldungen gegenüber.
Zusammengesetzt hatten sich die Leiterin des Kindergartens Renchen, Beate Kuhn-Nepita, Cerstin Lepold von Kindergarten in Renchen-Erlach und Diakon Klaus Peter Roth, Kindergartenbeauftragter in Ulm. Zwei Kindergärten werden von der Stadt unterhalten, jenen in Ulm betreibt die Kirchengemeinde.
Das große gemeinsame Ziel, so das Stadtoberhaupt, sind gleiche Betreuungsangebote für die gesamte Stadt. Deshalb sei man um Abstimmung, insbesondere mit dem kirchlichen Partner, bemüht.
Das Angebot für Kinder unter drei Jahren soll kontinuierlich ausgebaut werden, unterstrichen die Verantwortlichen. Dabei hob Siefermann die offene Art und große Flexibilität der Kindergartenleiterinnen einschließlich aller Beschäftigten hervor.
Das betrifft zum einen die Öffnungszeiten, die einheitlich für drei- bis sechsjährige Kinder von 7.30 bis 16.30 Uhr festgelegt wurden. Die Regelöffnungszeiten sind von 7.30 bis 12.30 Uhr und am Nachmittag von 13.30 bis um 16.30 Uhr. Die Eltern können wählen, ob die Kinder sechseinhalb Stunden am Stück oder zu den Regelöffnungszeiten die Einrichtung besuchen sollen. Für Schulkinder steht der Kindergarten ab 7.30 Uhr bis Schulbeginn und von Schulschluss bis 14 Uhr zur Verfügung. Für die unter Dreijährigen sind die Öffnungszeiten von 8 bis 12 Uhr oder von 7.30 bis 14 Uhr
Für Kinder unter drei Jahren – sie benötigen zwei Kindergartenplätze – entstehen monatliche Kosten in Höhe von 146 Euro für das Erste und 78 Euro für das zweite Kind. Jedes weitere Kind ist gratis. Das Grundentgelt für Kinder über drei Jahren beträgt 73 Euro für das Erste und 39 für das zweite Kind, ab dem dritten Kind wird auch hier keine Gebühr erhoben. Bei Inanspruchnahme der erweiterten Öffnungszeiten werden 18,25 Euro je Kind fällig.
Stadt schießt zu
Der Elternbeitrag, so Stadtkämmerer Karl-Heinz Moll, deckt lediglich 15,5 Prozent der entstehenden Kosten ab. Das Land fördert Kindergärten, die Gemeinde muss allerdings erhebliche Mittel zuschießen. 73 Kinder besuchen in Ulm den Kindergarten, 38 in Erlach und 170 in Renchen. Moll bedauerte allerdings die veränderten Förderrichtlinien des Landes, dieses wälze immer mehr Kosten auf die Gemeinde ab. Neue Betreuungsrichtlinien werden nämlich bei den Zuschüssen nicht berücksichtigt.
Diakon Roth dankte der Stadt für die hervorragend funktionierende Zusammenarbeit, gemeinsam könne man den Kindern einiges bieten. Beate Kuhn-Nepita schilderte den Erziehungsauftrag der Kindergärten, der heute außerordentlich umfassend ist.