Kulturetat bleibt unverändert
Stücke für künftige Abo-Reihe stehen fest
Die Stadt Oberkirch hält an ihrem Kulturetat fest und lässt sich auch im nächsten Jahr die eingekauften Stücke für die Theater- und Konzertsaison 2011/2012 rund 34 000 Euro kosten.
Mit einem abwechslungsreichen Programm startet die Große Kreisstadt Oberkirch im nächsten Jahr in ihre Theater- und Konzertsaison Einstimmig segnete der Gemeinderat die zum Einkauf vorgesehenen Beiträge ab und ließ gleichzeitig den Abo-Preis für die sechs gesetzten Veranstaltungen in der Erwin-Braun-Halle unverändert. 60 Euro kostet das Abonnement auf den Sperrsitzplätzen, 55 Euro sind es für Parkett und Empore. Das Jugendabo für Jugendliche bis 18 Jahren schlägt mit zehn Euro zu Buche und umfasst weiterhin zwei Veranstaltungen nach Wahl. Die Einzelpreise für die Veranstaltungen bewegen sich zwischen 12 und 16 Euro.
An der Auswahl der Stücke war auch diesmal ein Gremium aus Schulleitern und Vertretern der Gemeinderatsfraktionen und der Verwaltung beteiligt. Fester Bestandteil der Reihe ist das Konzert des Orchestervereins »collegium musicum« und das Theaterstück des Abitur-Sternchenthemas im Fach Deutsch. »Michael Kohlhaas«, die Novelle von Heinrich von Kleist, macht dann auch den Auftakt der Theatersaison am 22. Oktober 2011 in der Erwin-Braun-Halle. Die Badische Landesbühne Bruchsal wird das Stück aufführen und auch am 26. November zu Gast in Oberkirch sein: Dann heißt ihr Beitrag »Sonny Boys«. Berücksichtigt haben die Verantwortlichen auch im nächsten Jahr wieder die Kategorie Musical, die, so Hauptamtsleiter Hermann Brüstle, in Oberkirch »sehr gut ankommt«. »Musical Spetacular« heißt die Veranstaltung der Seberg Showproduction, die am 17. März 2012 geboten wird. Die Komödie »Zweiohrküken« kommt am 27. April zur Aufführung (Komödie am Altstadtmarkt), während es am 6. Mai mit dem Musical »Heiße Zeiten – weiblich 45 plus – Na und?« weitergeht. Den Abschluss der Saison bildet dann das Frühjahrskonzert des »collegium musicum« – wahrscheinlich am 17. Juni.
Wunsch nach Kabarett
Die Anregung des FWV-Fraktionsvorsitzenden Rudolf Hans Zillgith, außerhalb der Reihe auch eine größere Kabarettveranstaltung anzubieten, stieß bei Oberbürgermeister Matthias Braun auf wenig Gegenliebe: »Wir sollten nicht auf jeden Zug aufspringen.« Für größere Kabarettisten-Auftritte fehlten zudem die Hallenkapazitäten. »Wir haben ein ganz eigenes Kulturangebot in Oberkirch«, sagte Braun. Mit der Abo-Reihe, der Burgbühne und Jungen Bühne und den Veranstaltungen im »freche hus« und in der Mediathek spreche man ein großes Publikum an – »auch junge Leute«.
Eveline Seeberger (CDU) regte an, bei den teuren Veranstaltungen über einen Top-Zuschlag beim Einzelkartenverkauf nachzudenken: »Wir sollten hier die Zuschauer auch stärker an den Kosten beteiligen.« Von diesem Vorschlag hielt Bettina Käppeler (SPD) nichts: »Der Besucher sucht sich die Stücke nach seinem Interesse aus und nicht danach, ob wir mehr oder weniger bezahlt haben.« Zudem gehe sie davon aus, dass alle eingekauften Stücke Topqualität hätten.
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