Koehler-Mitarbeiter erfüllen Wünsche

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Weihnachtsaktion des Betriebsrates in Zusammenarbeit mit Caritas und Diakonie angelaufen

 

Bereits zum sechsten Mal rief der Betriebssrat der Papierfabrik August Koehler AG in den Werken in Oberkirch und Kehl zusammen mit Caritas und Diakonie zu einer Weihnachtsbaumaktion für die Bedürftigen in der Region auf Gabriele Bögershausen von der Caritas sowie Doro Steurer-Braun, Andrea
Schorpp und Guido Schlindwein von der Diakonie waren vergangene Woche bei Koehler im Betriebsratsbüro zu Besuch. Sie hatten 100 Wunschzettel von Menschen mitgebracht, die zu ihrem Betreuungsbereich gehören. »So viele Wunschzettel waren es noch nie«, sagte Josef Braun, Vorsitzender des Betriebsrats. In den vergangenen Jahren konnten jeweils 80 Wünsche erfüllt werden.
Die Wunschzettel können in den nächsten Tagen von Betriebsangehörigen abgeholt werden. Diese erfüllen einen der Wünsche im Wert von rund 25 Euro und geben ihr Päckchen bis zum 8. Dezember im Betriebsratsbüro ab. »Ein Schwerpunkt liegt bei Menschen, die unter der Suchterkrankung von Angehörigen leiden«, berichtete Steurer-Braun. Oft sind es einfache Dinge, die gewünscht werden, die man für die Schule braucht, für die aber das Geld fehlt.
Guido Schlindwein betreut Erwachsene, meist mit einer Behinderung. Auch hier sind keine Luxusartikel auf den Zetteln vermerkt, sondern Dinge des täglichen Bedarfs. Gerade Menschen, die in einer Behindertenwerkstatt arbeiten, weiß Schlindwein, hatten unter den Folgen der Wirtschaftskrise zu leiden, weil die Werkstätten weniger Aufträge hatten. »Diese Menschen haben oft keinen Kontakt mehr nach außen und freuen sich um so mehr, wenn sie zu Weihnachten so ein Geschenk bekommen«, weiß er. Gabriele Bögershausen erzählte von der schwierigen Situation von Familien, die von Hartz IV leben müssen. Gerade die aktuelle Situation, wie die Kürzung von Wohngeld und die Streichung des Familiengeldes sei bedrückend für die Betroffenen, aber auch für die Betreuer. Sie berichtet von Eltern, die sich nicht selbst etwas wünschen, aber darum bitten, wenigstens den Kindern ein kleines Geschenk zu machen. Alle Betreuer berichteten von der Freude und der Dankbarkeit, die zum Ausdruck kommt, wenn die Geschenke ab Mitte Dezember verteilt werden.

http://www.baden-online.de/news/images/news_lokales/artikel_arz/21116_1.jpg

Die Vertreter von Caritas und Diakonie hängen die 100 Wunschzettel an den Christbaum im Koehler-Betriebsratsbüro: (von links) Dieter Ruh, Andrea Schorpp, Guido Schlindwein, Josef Braun, Thomas Lampart, Doro Steurer-Braun und Gabriele Bögershausen.

Jetzt klicken und 10 Tage kostenlos Zeitung lesen

 

www.pricecrash24.com

 

Werbung

Veröffentlicht in Oberkirch

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post