Kälte treibt Kunden zum Warmen
Das diesjährige Weihnachtsgeschäft hat bei den Acherner Einzelhändlern die Kassen klingen lassen
Eisige Temperaturen, Schneematsch auf den Straßen und der Weg in die Innenstädte beschwerlich. Und doch ist das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr für viele Acherner Geschäft gut gelaufen.
Bernd Peters vom gleichnamigen Kaufhaus in Achern ist zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft. »Im Vergleich zum Vorjahr haben wir unseren Umsatz steigern können«. Wie weit allerdings bleibt sein Geheimnis. »Zumindest im einstelligen Bereich«, lässt der Geschäftsmann durchblicken Besonders gut seien Schmuck, Uhren, Spielwaren und Geschenkartikel gelaufen, aber auch Dessous und Nachtwäsche für Herren und Damen wurden stark nachgefragt.
Nicht zu vergessen Geschenkgutscheine und Accessoires wie Handschuhe, Mützen, Schals. Im Vergleich zum Vorjahr seien sie bei diesem Kälteeinbruch ganz besonders gut verkauft worden, so dass es etwa bei den Handschuhen zu Lieferschwierigkeiten gekommen sei.
Engpass bei Lammfell
Diesen Engpass bestätigt auch der Eigentümer vom Lederfachgeschäft Götz. »Der Markt für Handschuh-Lammpelze ist weltweit leergeräumt. Da kommt jetzt nichts mehr nach.« Bei ihm habe das Geschäft allerdings im Vergleich zum Vorjahr nicht angezogen, sondern sich eher auf einen anderen Bereich verlagert. »Da wir aber breit aufgestellt sind, ist das kein Problem«, freut sich Markus Götz.
Seien 2009 in erster Linie noch Koffer nachgefragt worden, wären es dieses Jahr kleinere Geschenke in Form von Strickwaren gewesen. Aber auch Geschenkgutscheine hätten mehr als sonst geboomt. »Die werden besonders gerne von Männer genommen«, schmunzelt der Lederfachmann. »Damit liegt man meistens nicht falsch.«
Bei Susanne Sprauer von »Ideen für Kinder« schien das Geschäft bei Anruf immer noch zu brummen. »Ich kann gerade nichts dazu sagen, es sind ein Haufen Kunden im Laden«, lautete die Auskunft. Außerdem sei sie noch nicht dazu gekommen, zu rechnen. »Auf jeden Fall ist es nicht schlechter gelaufen als im Vorjahr«, lautete ihre oberflächlich gezogenes Fazit.
»Ob Bekleidungs-, Schmuck-, Schuh- oder Geschenkartikelbranche – alle Kollegen sagen, sie seien sehr zufrieden mit dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft«, weiß der Chef von »Achern aktiv« Frank Limberger. Besonders Wärmendes wie Stiefel, Jacken und Mützen hätten sich als absolute Renner an der Kasse entpuppt. Einig seien sich auch alle Händler gewesen, dass Geschenkgutscheine immer stärker im Kommen seien.
Diesen Trend kann Limberger als Eigentümer des Reisebüros Tui auch in eigener Sache bestätigen. »Da die Geschmäcker verschieden sind, fällt es so vielen leichter, ein Präsent zu finden. Das kann gerne auch mal ein Gutschein für ein Wellness- oder Kurztripp-Wochenende sein.« Auf jeden Fall spiele für die Kunden die Qualität eine große Rolle. »Die meisten wollen das Produkt anfassen und ansehen, bevor sie es kaufen«, betont der Reiseprofi. Insofern habe der Acherner Fachhandel in Bezug auf Service und Beratung die Nase vorn im Vergleich zum Internet.
Und noch in einem Punkt herrscht Einigkeit bei den Ladenbesitzern. Es müsse für eine endgültige Bilanz noch das Geschäft nach den Feiertagen abgewartet werden. Denn »wir erwarten, dass es im Nachweihnachtsgeschäft noch mal so richtig brummt«, sagt Markus Götz.
Am ersten Verkaufstag nach dem Weihnachtswochenende bildeten sich bereits wieder Käuferschlangen an den Kassen wie hier im Kaufhaus Peters in Achern.
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