Im Schlaraffenland der Spiele

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Sagenhafte 1700 Gesellschaftsspiele bot der Spieleclub Achern am Wochenende in der Hornisgrindehalle

Die Acherner Spieletage feierten ihr 20-jähriges Bestehen. Am Wochenende pilgerten rund 1500 Besucher in die in ein Spiele-Mekka verwandelte Hornisgrindehalle. Es wurde eine Veranstaltung der Superlative.

 

1700 Brett- und Kartenspiele, darunter 100 Neuerscheinungen standen zum Ausprobieren bereit. Einen Tag brauchten die Mitglieder des 1988 gegründeten und seit 2007 ins Vereinsregister eingetragenen Spieleclubs Achern, um die Ausstellung an 60 Tischen auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern auszubreiten
Keine Computerspiele
Farbige Punkte auf den Spieleschachteln dienten als Wegweiser, um die Spiele in die unterschiedlichsten Sachgruppen einzuteilen. PC-Spiele sind verpönt. »Wir sind stolz darauf, diesem Trend konsequent aus dem Weg zu gehen«, erklärte Michael Krübel. »Statt einsam und als anonymer Niemand vor dem Computer zu hocken, sitzt man sich beim Brettspiel gegenüber und kann seine Emotionen unmittelbar ausleben. Damit stärkt das Spiel unter anderem das Gemeinschaftsgefühl und die soziale Kompetenz«, erklärt der Lender-Pädagoge Hans-Jürgen Rösch.
Auf die Frage nach der Entwicklung der Spiele-Landschaft seit der Gründung des Spieleclubs weist Krübel darauf hin, dass die Qualität und Komplexität des Angebots enorm zugenommen habe. »Vor 20 Jahre war Deutschland noch ein Entwicklungsland, während es sich inzwischen zur weltweit führenden Spielenation entwickelt hat, deren Bestseller auch auf dem englischsprachigen Markt stark vertreten sind«, so Krübel.
Geschichten erfinden
Dixit, das »Spiel des Jahres 2010«, war in der Hornisgrindehalle besonders gefragt. »Dixit« bedeutet, so viel wie »er, sie, es hat gesagt«. 84 Bildkarten fordern den Spieler auf, eine Geschichte zu erzählen. Der Erfinder, ein Franzose, arbeitet häufig mit Jugendlichen, für die es schwierig war, ihre Gefühle ausdrücken

Die zauberhaften, viele Assoziationen zulassenden Karten des Spiels halfen auch in Achern, den Redefluss ganzer Familien in Gang zu setzen.
Recht gesprächig waren auch die zu einem kleinen Festakt eingeladenen früheren Aktiven des Vereins, zu denen zum Beispiel Gründervater Matthias Vogel zählt. Dass Oberbürgermeister Klaus Muttach gratulierte, freute die Vereinsmitglieder besonders.
Der Verein will weiterhin donnerstags ab 20 Uhr einen offenen Spieleabend im Acherner Bürgerhäusle anbieten. 20 Spiele liegen zur Auswahl bereit, aber auch eigene Spiele dürfen mitgebracht werden. Die Auswahl des Abends wird »spontan und nach Stimmung« getroffen. Es können auch Wünsche nach speziellen Spielen angemeldet werden.
Am Samstag, 20. November, ist von 13 bis 16 Uhr beim Adventsbasar der Sasbacher Heimschule Lender eine Sonderausstellung des Spieleclubs mit Lernspielen zu sehen.

http://www.baden-online.de/news/images/news_lokales/artikel_arz/20982_1.jpg

Rund 1700 Spiele standen an etwa 60 Tischen bereit, als der Acherner Spieleclub bei seinen 20. Spieletagen am Wochenende die Tore der Hornisgrindehalle öffnete.  

Jetzt klicken und 10 Tage kostenlos Zeitung lesen

 

www.pricecrash24.com

 

Werbung

Veröffentlicht in Achern

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post