Gutleuthausfonds muss keine Schulden machen
Altenpflegeheim mietet auch Archivräume im Keller.
Ohne neue Kredite kommt der Spital- und Gutleuthausfonds Oberkirch im Jahr 2011 aus. Der Darlehensstand soll auf 466 000 Euro zurückgehen, da Kredite in Höhe von knapp 17 000 Euro getilgt werden können. So sieht es der Haushalt vor, den der Stiftungsrat am Montag beschlossen hat Er hat ein Volumen von 347 200 Euro.
Der Fonds unterhält das Altenpflegeheim St. Josef und verpachtet es an den Betreiber, den Verein Altenpflegeheim Oberkirch. Er hat auch den Bau der Immobilie finanziert. Für die Pacht sind jährlich 180 000 Euro angesetzt.
Um das Altenpflegeheim drehen sich auch die meisten Ausgaben im Verwaltungshaushalt. 88 000 Euro sind für den Gebäudeunterhalt. Im ersten Bauabschnitt sollen sechs Zimmer für 32 000 Euro renoviert werden. Für die Beseitigung von Kapillarfeuchte in den Kellerwänden sind 13 000 Euro eingeplant.
An den Verein Altenpflegeheim will der Fonds künftig auch die Archivräume im Keller des Altenpflegeheims vermieten, die bisher von der Stadt genutzt wurden. Nach der Einrichtung des neuen Stadtarchivs in der Mediathek hat die Stadt den Mietvertrag gekündigt. Der Verein übernimmt die Räume ebenfalls als Archivraum, zahlt allerdings jährlich nur 2000 Euro Miete plus Nebenkosten.
Der Fonds war ursprünglich von 3000 Euro ausgegangen, hatte aber kaum Alternativen. Bürgermeister Franz Müller: »Einen dritten Mieter reinzukriegen, wäre nicht sinnvoll gewesen.«
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